ATX schließt am Dienstag deutlich fester

29. April 2014, 18:14
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Ängste vor Ukraine-Krise entspannen sich

Wien - Die Wiener Börse hat am Dienstag deutlich fester geschlossen. Der ATX stieg um 46,88 Punkte oder 1,89 Prozent auf 2.526,99 Einheiten. Damit lag die Entwicklung des ATX rund 17 Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.510 Punkten. Zum Vergleich wichtige Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,53%, DAX/Frankfurt +1,48%, FTSE/London +0,89% und CAC-40/Paris +0,75%.

Nach einem freundlichen Start konnte der Markt sein Plus im Späthandel noch deutlich ausweiten. Für bessere Börsenstimmung sorgten die Zeichen einer möglichen Entspannung in der Ukraine-Krise.

Russland hatte nach eigenen Angaben zuletzt den Abzug seiner Truppen von der Grenzregion zur Ukraine angeordnet. Die jüngsten Sanktionen gegen das Land waren Marktteilnehmern zufolge auch keine Überraschung. Die Krise rückte damit an den Börsen etwas in den Hintergrund, im Fokus standen am Dienstag vielmehr einige gut aufgenommene Unternehmensergebnisse von Konzernen wie Statoil oder der Deutschen Bank.

Gut gesucht waren vor diesem Hintergrund in Wien die beiden großen Bankwerte. Raiffeisen stiegen um 2,86 Prozent auf 23,00 Euro. Der Bankkonzern ist stark in der Ukraine und Russland engagiert. Erste Group legten im Vorfeld der am Mittwoch anstehenden Ergebnisvorlage 3,67 Prozent auf 24,42 Euro zu und waren damit die Tagesgewinner im prime market. Auch an anderen Börsen in Europa fanden sich Bankwerte unter den größten Gewinnern.

Größere Nachfrage gab es auch in OMV (plus 2,90 Prozent auf 33,58 Euro) und Immofinanz (plus 2,96 Prozent auf 2,71 Euro). Kräftig nach unten ging es hingegen mit der Aktie des Immofinanz-Spin-Offs Buwog. Die Aktie fiel an ihrem zweiten Handelstag bei hohem Volumen um 3,77 Prozent auf 13,41 Euro. Die Analysten von Kepler Cheuvreux haben ihre Coverage der Buwog-Aktie am Dienstag mit der Empfehlung "Buy" und einem Kursziel von 16,50 Euro aufgenommen.

Impulse werden nun am Mittwoch von den Erste Group-Zahlen erwartet. Von Konjunkturseite erhoffen Marktteilnehmer von den Inflationsdaten der Eurozone am Mittwoch und dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag wichtige Signale. (APA, 29.4.2014)

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