Nokia mit neuem Chef und roten Zahlen

29. April 2014, 09:36
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Das Handy-Geschäft hat den Finnen zum Abschied - sprich vor dem Verkauf der Sparte an Microsoft - noch einmal die Zahlen vermiest

Espoo - Finnland einstiger Vorzeigekonzern Nokia hat einen neuen Chef.  Wie erwartet rückt der Leiter der krisengeplagten Netzwerksparte, Rajeev Suri, an die Spitze des Unternehmens. Der 46-Jährige folge Stephen Elop am 1. Mai auf den Chefsessel. Elop kehrt hingegen zu Microsoft zurück. Der in Indien geborene Suri galt als Favorit, nachdem er in den vergangenen Jahren die Netzwerksparte NSN mit drastischen Maßnahmen auf Vordermann gebracht hatte. Der Netzausrüster gehört Nokia ganz, seit Siemens bei dem früheren Gemeinschaftsunternehmen ausgestiegen ist.

Im ersten Quartal stieg der operative Gewinn des Netzwerkgeschäfts überraschend um zehn Prozent auf 216 Mio. Euro. Analysten hatten im Durchschnitt nur mit 143 Mio. Euro gerechnet. Nokia will nun eine Milliarde Euro aus dem Verkauf der Telefon-Sparte an die Aktionäre ausschütten. Außerdem legte der Konzern ein 1,25-Milliarden-Euro schweres Aktienrückkaufprogramm auf. Nokia will sich künftig vor allem auf das Netzwerkgeschäft konzentrieren und konkurriert hier vor allem mit Ericsson.

Das Handy-Geschäft hat den Finnen zum Abschied - sprich vor dem Verkauf der Sparte an Microsoft - noch einmal die Zahlen vermiest. Im ersten Quartal verlor der Bereich 347 Mio. Euro. Der Gewinn in dem nun übrig gebliebenen Nokia-Geschäft rund um den Netzwerkausrüster NSN konnte diese Lücke mit 108 Mio. Euro bei weitem nicht ausgleichen.

Der noch vereinte Nokia-Konzern wies einen Quartalsverlust von 239 Mio. Euro aus, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Der Quartalsumsatz der Handy-Sparte schrumpfte im Jahresvergleich um 30 Prozent auf 1,93 Mrd. Euro. Im verbliebenen Nokia-Geschäft schrumpfte der Umsatz um 15 Prozent auf 2,66 Mrd. Euro. Neben NSN gehört dazu der Kartendienst HERE. (Reuters/red, derStandard.at, 29.4.2014)

  • Rajeev Suri soll den Konzern wieder auf Vordermann bringen.
    foto: epa/ojala

    Rajeev Suri soll den Konzern wieder auf Vordermann bringen.

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