Wieder Ausschreitungen in Brasilien nach Tod eines Jugendlichen

29. April 2014, 10:05
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Mehrere Busse in Rio de Janeiro in Brand gesetzt

Rio de Janeiro - Nach der Tötung eines Jugendlichen durch die Polizei hat es in Rio de Janeiro erneut gewaltsame Proteste gegeben. Brasilianischen Medienberichten zufolge setzten Jugendliche am Montagabend fünf Busse in Brand. Auslöser der jüngsten Ausschreitungen war ein Polizeieinsatz gegen Drogendealer und Autodiebe im Armenviertel Morro do Chapadão im Norden der Stadt, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete.

Wie ein Polizist der Website sagte, wurde ein 17-Jähriger erschossen, der in einem gestohlenen Auto saß und eine Schusswaffe bei sich hatte. Er war demnach in den Drogenhandel verwickelt.

Gewaltsame Proteste

Am Montagmorgen waren bereits im Armenviertel Alemao drei Autos in Brand gesetzt worden, nachdem dort eine 72-jährige Frau unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen war. Vor einer Woche war es in einer anderen Favela nahe der berühmten Strandpromenade von Copacabana zu gewaltsamen Protesten gekommen, nachdem ein bekannter Tänzer bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen war.

Die Unruhen unterstreichen erneut die Schwierigkeiten der Polizei, vor der Fußballweltmeisterschaft im Sommer in Rio de Janeiro und anderen Austragungsorten für Ruhe zu sorgen. Die Polizei geht in den Armenvierteln von Rio seit Wochen verstärkt gegen Drogenbanden und andere Kriminelle vor, doch führt dies immer wieder zur Feuergefechten. (APA, 29.4.2014)

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