EHL übernimmt Hausverwaltung der Buwog

29. April 2014, 12:19
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Buwog sieht in dem Deal "Schritt zur weiteren Konzentration auf das Kerngeschäft Wohnen" - EHL übernimmt alle Mitarbeiter

Die Buwog AG hat ihre Tochtergesellschaft Buwog Facility Management GmbH (Buwog FM) an den österreichischen Immobiliendienstleister EHL Immobilien verkauft. Das Facility Management von rund 1,1 Millionen Quadratmeter Nutzfläche, zu zwei Dritteln im Gewerbeimmobilienbereich, wandert damit zu EHL, ebenso wie sämtliche 52 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Buwog FM.

Die künftig unter dem neuen Namen EHL Immobilien Management firmierende Buwog FM erwirtschaftete zuletzt einen Umsatz von rund zehn Millionen Euro. Der Verkauf soll mit dem Ende des Buwog-Geschäftsjahrs am 30. April wirtschaftlich wirksam werden.

"Wachstumskurs"

Geleitet wird das neue Unternehmen von Ernst Fuchs, schon bisher Geschäftsführer der Buwog FM, und EHL-Wohnimmobilienexpertin Sandra Bauernfeind. Letztere hob auf einer Pressekonferenz am Dienstag die "neuen Chancen" hervor, die sich durch den Zusammenschluss ergeben würden: Neue Verwaltungsleistungen für bisherige Makler-Kunden können angeboten werden, wovon sich auch Michael Ehlmaier, seit dem Management-Buy-Out in der früheren CPB-Tochter geschäftsführender Gesellschafter bei EHL Immobilien, einiges an Neugeschäft erwartet. Man will nun jedenfalls mit insgesamt 104 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen "konsequenten Wachstumskurs" einschlagen und ist laut Bauernfeind auch bereits an der Entwicklung neuer Produkte für Eigentümer und Mietinteressenten dran.

EHL erwirtschaftete laut Ehlmaier im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 14 Millionen Euro. Grundsätzlich sei der Makler-Markt allerdings wesentlich mehr Schwankungen unterworfen als jener im Verwaltungsgeschäft, die Übernahme der Buwog FM werde also auch zur Stabilität der Gruppe beitragen, so Ehlmaier zu derStandard.at.

"Schritt zur Konzentration auf Kerngeschäft"

Bei der Buwog, die seit dem gestrigen Montag an der Börse notiert, sieht man in der Transaktion einen "weiteren Schritt zur Konzentration auf das strategische Kerngeschäft", und dieses heißt Wohnen: "Wir halten und erweitern ein erstklassiges Wohnungsportfolio in Deutschland und Österreich und wir sind ein führender Immobilienentwickler im Bereich Wohnbau in den Hauptstädten Berlin und Wien", so Vorstandsvorsitzender Daniel Riedl. "Der Verkauf ist daher für uns strategisch richtig, und er ist profitabel."

Die Buwog-eigenen Immobilien werden übrigens auch weiterhin von der Buwog verwaltet, in der Buwog FM hatte man zuvor das Hausverwaltungs-Geschäft für Dritte abgespalten. (mapu, derStandard.at, 29.4.2014)

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