Nordkorea hält Militärmanöver an umstrittener Seegrenze ab

29. April 2014, 14:05
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Nach Angaben aus Seoul - Erneut umstrittene Seegrenze betroffen

Seoul/Pjöngjang - Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs mit einer Schießübung nahe der umstrittenen Seegrenze begonnen. Die Übungen im Gelben Meer verliefen nach südkoreanischen Angaben jedoch ohne Zwischenfall. Südkorea hatte das Nachbarland zuvor vor Reaktionen für den Fall neuer Provokationen gewarnt.

Nordkoreas Küstenartillerie habe innerhalb von rund zehn Minuten etwa 50 Granaten verschossen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Alle seien auf nordkoreanischer Seite ins Wasser niedergegangen. "Die Streitkräfte sind aber weiter in Alarmbereitschaft."

Die Bewohner der grenznahen südkoreanischen Inseln konnten am Nachmittag wieder die Schutzräume verlassen, in die sie sich zuvor wegen der Übungen begeben hatten. Nordkorea hatte die Übungen vorher angekündigt.

Eskalation Ende März

Schießübungen durch die Küstenartillerie Süd- und Nordkoreas vor der Westküste sind nicht unüblich. Doch ist die Lage auf der koreanischen Halbinsel wieder besonders angespannt. Erst Ende März hatten sich beide Länder an der Seegrenze einen Schusswechsel geliefert. Südkorea hatte erklärt, vom Norden aus abgefeuerte Geschoße seien in südkoreanischen Gewässern gelandet. Südkoreas Küstenartillerie hatte daraufhin Hunderte von Granaten in Richtung nordkoreanische Gewässer verschossen. Vor Beginn der jüngsten Übungen hatten die südkoreanischen Streitkräfte Kampfjets und Kriegsschiffe in Bereitschaftsstellung gebracht, um auf eventuelle Provokationen zu reagieren.

Zuletzt hatte Nordkoreas Führung als Reaktion auf den Besuch von US-Präsident Barack Obama in Südkorea demonstrativ die militärische Einsatzfähigkeit des Landes überprüft. Seit Tagen warnen Experten zudem vor einem möglichen weiteren Atomwaffentest des stalinistisch geführten Landes. (APA, 29.4.2014)

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