Das beste Stück ... nachgefragt bei Thomas Geisler

Kolumne4. Mai 2014, 16:48
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Michael Hausenblas fragt den Designkurator Thomas Geisler, warum diese Tasche zu seinem täglichen Begleiter wurde

"Wenn bei mir zu Hause ein Feuer ausbricht, schnappe ich mir als Erstes diese Tasche und mach mich auf und davon. In dieser Tasche befinden sich wichtige Dinge wie Ausweise, E-Card, mein Laptop und so weiter. Auch meine Geldtasche transportiere ich darin, weil ich kein Freund ausgebeulter Hosen- oder Brusttaschen bin, aber auch Herrenhandtaschen strikt ablehne. Diese Tasche ist definitiv mein täglicher Begleiter.

Ich hab sie vor fünf Jahren als Souvenir aus dem Freitag-Shop in Zürich mitgebracht. Klar gibt es schönere Farbkombinationen, aber irgendwie hat mich dieses Modell aus den bekannten Lkw-Planen treuherzig angeschaut. Und eine Kurzform meines Namens steht auch noch darauf, nämlich TOM.

Keine Ahnung, ob es sich bei dem betreffenden Lkw seinerzeit um einen Transport von TOMaten oder AuTOMaten handelte. Außerdem seh ich die Tasche auch als bewusste Entscheidung gegen eine konventionelle Alternative wie zum Beispiel eine Aktentasche." (Michael Hausenblas, Rondo, DER STANDARD, 2.5.2014)

Thomas Geisler ist Designkurator am Wiener Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst.

  • Die Tasche aus Lkw-Planen als bewusste Entscheidung gegen eine konventionelle Alternative.
    foto: nathan murrell

    Die Tasche aus Lkw-Planen als bewusste Entscheidung gegen eine konventionelle Alternative.

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