Telekom- und IT-Branche für sinnvolles Sparen und Breitbandmilliarde

28. April 2014, 15:07
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FEEI: 200 Mio. Euro für Forschung reservieren

Der Telekom- und IT-Sektor hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass von dem zwei Milliarden Euro Auktionserlös aus der Frequenzversteigerung vom Herbst des Vorjahres ("LTE-Auktion") doch - wie ursprünglich zugesagt - ein erheblicher Teil wieder als Breitbandmilliarde bei der Branche landet.

"Industrie 4.0"

"Es geht uns um zielgerichtetes Investieren anstatt planlos zu sparen", so Lothar Roitner, Geschäftsführer des Fachverbandes Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI). Ein Rückfall beim Breitbandausbau hätte mittel- und langfristig gravierende Folgen, warnt er. Gerade für Klein- und Mittelbetriebe im ländlichen Raum sei es schwer, ohne der entsprechenden technologischen Anbindung überleben zu können. Und nicht zuletzt gehe es auch um die "Industrie 4.0", also um das Ziel der intelligenten, vernetzten Fabrik.

Roitner lobte die Bemühungen von Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ), möglichst viel Geld aus der LTE-Auktion dem Sektor zur Verfügung zu stellen. Derzeit ist das Geld aber im Ministerium geparkt, was einerseits an den Einsprüchen von T-Mobile und "3" liege, andererseits hätte bei der Verteilung der Mittel auch das Finanzministerium mitzureden. Morgen, Dienstag, hält Finanzminister Michael Spindelegger (ÖVP) seine Budgetrede im Parlament.

 200 Mio. Euro für Forschung reservieren

Von der Breitba200 Mio. Euro in die Forschungndmilliarde sollte nach Wunsch des FEEI 200 Mio. Euro in die Forschung fließen: 80 Mio. Euro in bestehende Projekte und 120 Mio. Euro in die Stärkung des forschungsnahen Bereiches, also der besseren Zusammenarbeit von Unis mit der Wirtschaft. Hier habe Österreich im Vergleich zu den USA noch einen erheblichen Aufholbedarf.

Roitner betonte im Gespräch mit der APA die volkswirtschaftliche Bedeutung des IKT-Sektors. Die direkten Produktionseffekte würden bei 17 Milliarden Euro liegen, für rund 226.000 Personen schaffe die Branche Arbeitsplätze. Der Wertschöpfungsanteil an der Gesamtwirtschaft würde bei 6,4 Prozent liegen."Ein Tag ohne IKT würde volles Chaos bedeuten", so Roitner. (APA , 28.4. 2014)

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