Arbeiten zur Abschleppung der Costa Concordia beginnen

28. April 2014, 14:36
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Prozess gegen Kapitän Schettino fortgesetzt

Giglio - Die gigantische Operation zur Abschleppung havarierten Costa Concordia steht vor dem Start. Auf der Insel Giglio, vor der das Kreuzfahrtschiff am 13. Jänner 2012 verunglückt war, ist der erste der 19 Container eingetroffen, die je nach Bedarf mit Wasser oder Luft gefüllt werden können, um das Wrack für den Transport ins Gleichgewicht zu bringen.

Plattformen, auf denen jeweils bis zu 60 Menschen arbeiten können, sollen an den Seiten des Wracks positioniert werden, um das Schiff zu stabilisieren. 290 Personen sind im Einsatz, die Zahl wird sich bald auf 400 erhöhen, berichteten italienische Medien.

Abschleppung bis September

Nach Angaben von Zivilschutzchef Franco Gabrielli soll das Wrack bis September von der Insel weggeschleppt werden. Unklar blieb noch, in welchem italienischen Hafen es zerlegt werden soll. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Genua.

Bei der Havarie des 290 Meter langen Kreuzfahrtschiffes kamen 32 Menschen ums Leben. Die Costa Concordia war zu nahe an die Insel herangefahren, hatte einen Felsen gestreift und war mit mehr als 4.200 Personen an Bord, darunter 77 Österreicher, gekentert.

Der Prozess gegen Kapitän Francesco Schettino, der sich unter anderem der mehrfachen fahrlässigen Tötung, Havarie und des Verlassens seines Schiffes während der nächtlichen Evakuierung verantworten muss, wurde am Montag in der toskanischen Stadt Grosseto fortgesetzt. Einige Mitglieder der Rettungseinheiten der Carabinieri von Grosseto wurden als Zeugen befragt. (APA, 28.4.2014)

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