Zwei Minuten Stillstand

Ansichtssache28. April 2014, 12:18
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Anlässlich des Holocaust-Gedenktages heulten in Israel am Montag landesweit zwei Minuten lang die Sirenen. Fast alle Menschen unterbrachen ihre Tätigkeiten und verharrten zu Hause und auf den Straßen in stillem Gedenken an sechs Millionen ermordete Juden. In Yad Vashem begann anschließend eine Zeremonie im Beisein des israelischen Präsidenten Shimon Peres und Netanyahus.

Knapp sieben Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs leben heute in Israel noch etwas mehr als 190.000 Holocaust-Überlebende. Die Mehrheit von ihnen überlebte als Minderjährige in Lagern, konnte fliehen oder sich verstecken. Während des Zweiten Weltkriegs (1939-45) ermordeten die Nazis und ihre Kollaborateure nach Schätzungen etwa sechs Millionen Juden. Yad Vashem bemüht sich in akribischer Arbeit um die Identifikation jedes einzelnen Opfers und hat nach eigenen Angaben bereits zwei Drittel der Namen dokumentiert. (APA, 28.4.2014)

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In Gedenken an die ungarischen Opfer des Holocausts haben in Budapest am Sonntag rund 25.000 Menschen am sogenannten "Marsch des Lebens" teilgenommen. Zu der jährlichen Veranstaltung gehörte diesmal auch ein Konzert unter freiem Himmel vor dem Haus des Terrors in der ungarischen Hauptstadt.

 

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Ungarn beging in diesem Jahr den 70. Jahrestag des Beginns der Massendeportationen ungarischer Juden im Zweiten Weltkrieg. Israels Botschafter Ilan Mor sprach von einem "wichtigen Tag".

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