Norwegischer Geheimdienst kauft Supercomputer

28. April 2014, 09:02
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Norwegen ist "Ohr" der NSA Richtung Osten, konnte gesammelte Daten nicht allein analysieren

Der Etteritningstjenesten, Norwegens Militärgeheimdienst, leistet sich einen sogenannten Supercomputer: Das geht aus einem Bericht der Tageszeitung Dagbladet hervor, die sich auf bisher unveröffentlichte Snowden-Dokumente beruft.

30.000 PS4s

Bei dem erworbenen Gerät handelt es sich um ein Derivat des IBM-Supercomputers Windsor Blue. Ab wann der Supercomputer einsatzbereit ist, geht aus den Unterlagen nicht hervor. Die Originalmaschine befindet sich laut Dagbladet in China und soll eine Leistung von 30.000 Playstation 4 erreichen können.

NSA entwickelt Anwendungen

Der Kauf sei bereits im März 2013 mit der NSA besprochen worden, der US-Militärgeheimdienst soll Norwegen mit gemeinsam entwickelten Anwendungen unterstützen. Zweck des Rechners soll es sein, verschlüsselte Daten zu knacken und die Massen an abgefangenen Kommunikationen zu analysieren. Das geschah bislang in den USA, da Norwegens Dienste nicht ausreichend Kapazitäten für die abgegriffenen Datenmengen aufweisen konnte.

Afghanistan und Russland

Außerdem wurde laut Heise enthüllt, dass Norwegen nicht nur inländische Telefongespräche, sondern auch Kommunikationsinhalte aus Russland und Afghanistan abgegriffen hatte. Das Dagbladet nennt Norwegen daher "Amerikas Ohr in den Osten".  (fsc, derStandard.at, 28.4.2014)

  • Der IBM Blue Gene in der Schweiz: Einen ähnlichen Supercomputer hat der norwegische Geheimdienst laut Snowden-Dokumenten erworben
    foto: reuters/balibouse

    Der IBM Blue Gene in der Schweiz: Einen ähnlichen Supercomputer hat der norwegische Geheimdienst laut Snowden-Dokumenten erworben

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