VP-Chef Steindl gewinnt Urabstimmung

27. April 2014, 20:14
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Führt seine Partei als Spitzenkandidat in kommende Landtagswahlen

Eisenstadt - Die Urabstimmung über den ÖVP-Spitzenkandidaten für die nächste burgenländische Landtagswahl – voraussichtlich Frühjahr 2015 – hat mit dem erwartbaren Ergebnis geendet. Rund 57 Prozent der mehr als 27.000 registrierten burgenländischen Schwarzen stimmten sehr mehrheitlich für den bisherigen Obmann. Franz Steindl kam auf 87 Prozent. Sein Herausforderer, der Lutzmannsburger Hotelier Jürgen Rohrer – der für Puls 4 auch als einschlägiger Tester unterwegs ist – darf sich über immerhin 13 Prozent freuen. Kurz: Steindl bleibt. Ob so unbestritten, wie er sich das wünscht, bleibt abzuwarten.

Was aber die eigentliche Geschichte dieser peripheren Abstimmung sein könnte: das interne Headhunting der ÖVP könnte sich fundamental verändern. Karlheinz Kopf, der den Schwarzen den zweiten Nationalratspräsidenten macht, schaute in Mattersburg entspannt beim nachmittägigen Amateurematch (0:4 gegen den FAC) vorbei, um sich dann in Eisenstadt vom Wahlleiter Dietmar Halper wohl anhören zu müssen, dass diese Urabstimmung über den Spitzenkandidaten "ein Modell für die Partei sein könnte". Jenseits der Bünde. Halper ist nicht irgendwer. Er ist Direktor der Politischen Akademie der ÖVP. Wenn man will, der, wenn schon nicht Nach-, so doch ausdrücklich der Vordenker der Christsozialen. (Wolfgang Weisgram, derStandard.at, 27.4.2014)

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