Käufer für Linzer VAI soll gefunden sein

27. April 2014, 19:56
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Mitsubishi Heavy Industries soll bereits den Zuschlag für einen Anteil von 70 Prozent an der Siemens-Anlagentochter haben

Frankfurt – Verkaufsgerüchte um die Siemens-Anlagentochter VAI gab und gibt es immer wieder.  Dass die Metallurgie-Sparte auf dem Prüfstand steht, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Auch im Unternehmen selbst wird spekuliert, dass der neue Siemens-Chef Joe Kaeser den Konzern als Elektrotechnik-Spezialisten positionieren will. Dazu passe der Industrieanlagenbauer in Linz gar nicht.

Zuletzt hatte der heimische Investor Michael Tojner sein Interesse an Teilen oder auch - gemeinsam mit Partnern - an der ganzen VAI bekundet. Tojner ist Chef des Industriekonzerns Montana Tech Components, der auch in der Stahlindustrie aktiv ist.

Flaggschiff im Stahlwerksbau

Geht es nach den neuesten Gerüchten, wollen die Münchner nun den im Jahre 2005 von der VATech übernommene Industrieanlagenbauer in Linz – einst Flaggschiff im heimischen Stahlwerksbau  -  an den japanischen Konkurrenten Mitsubishi Heavy Industries verkaufen. Ein Insider sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag, Mitsubishi habe den Zuschlag für einen Anteil von 70 Prozent an dem Spezialisten für Hütten- und Walzwerktechnik erhalten. Selbiges ließ zuvor schon die "Oberösterreichischen Nachrichten" verlauten. Seitens der Protagonisten Siemens und Mitsubishi gab es keine Bestätigung.

Geht es nach den Gerüchten, so behält Siemens 30 Prozent, um für die von VAI gebauten Industrieanlagen weiter Teile liefern zu können. Das Unternehmen beschäftigt rund 9000 Mitarbeiter, davon 1600 in Linz. Der Firmenwert von Siemens VAI war zuletzt auf 800 Millionen Euro taxiert worden. Im Laufe des Vorjahres sind rund 130 Stellen weggefallen. (Reuters/red, derStandard.at, 27.4.2014)

  • Interessenten wurden zahlreiche kolportiert. Nun soll der japanische Konkurrent das Rennen gemacht haben.
    foto: reuters/nakao

    Interessenten wurden zahlreiche kolportiert. Nun soll der japanische Konkurrent das Rennen gemacht haben.

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