Drei junge Männer in Wien angeschossen

27. April 2014, 10:52
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Erste Befragungen brachten Hintergründe nicht ans Licht - Rettung versorgte 17- und 18-Jährigen an Ort und Stelle, 16-Jähriger ging zuerst mit Steckschuss im Bein nach Hause

Wien - Drei Burschen im Alter von 16, 17 und 18 Jahren sind am Samstagabend mit Schussverletzungen in Wiener Spitäler eingeliefert worden. Alle wurden operiert, konnten aber am Sonntag erste Angaben gegenüber der Polizei machen. Die Hintergründe wurden dadurch nicht klarer: Bei einer Begegnung mit drei Unbekannten habe einer davon plötzlich auf sie geschossen, kam dabei heraus.

Ein noch unbekannter Täter feuerte demnach in der Nähe des Vogelweidparks zwischen Lugner City und Stadthalle an der Bezirksgrenze Ottakring und Fünfhaus mehrfach auf die Opfer. Alle drei Burschen sagten aus, sie hätten die drei Widersacher noch nie gesehen. Man sei sich zufällig über den Weg gelaufen und es habe auch keinen Streit gegeben. Die Schüsse fielen demnach ohne Vorwarnung.

Keine Lebensgefahr

Die Wiener Berufsrettung versorgte den 17- und den 18-Jährigen an Ort und Stelle, ehe beide in Spitäler gebracht wurden. Der Jüngere hat laut Mircioane einen Steckschuss in einem Unterarm erlitten, sein Freund einen Durchschuss des linken Lungenflügels. Für keinen der Burschen habe Lebensgefahr bestanden.

Etwa eine Stunde nach der Schussabgabe, die sich gegen 21.00 Uhr ereignet hatte, tauchte ein weiterer Verletzter auf: Der 16-Jährige war offenbar trotz eines Steckschusses im Oberschenkel zunächst selbstständig nach Hause gegangen. "Als er merkte, dass sein Bein taub wurde, hat er die Rettung gerufen", sagte die Polizeisprecherin. Auch dieser Jugendliche wurde im Spital operiert, er sei ebenfalls nicht in Lebensgefahr. Bei der Befragung gab er an, er habe die Waffe, offenbar eine kleinkalibrige Pistole, für eine Luftdruckpistole gehalten und nicht gleich gemerkt, dass er ernsthaft verletzt wurde.

Die Polizei hat am Tatort mehrere Patronenhülsen sichergestellt. Jetzt soll die Auswertung von Aufnahmen aus Überwachungskameras den Ermittlungen auf die Sprünge helfen. (APA, 27.4.2014)

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