Bayern mit Anlaufschwierigkeiten

26. April 2014, 18:26
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Münchner sorgen bei 5:2 gegen Bremen nach der Pause für klare Verhältnisse - Nürnberg verliert weiter - Comeback von Baumgartlinger

München/Mainz - Bayern München hatte vor dem Rückspiel im Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid am Dienstag (20.45 Uhr) bei der Generalprobe gegen Werder Bremen mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. Am Samstag kam das Team von Trainer Pep Guardiola am 32. Spieltag der deutschen Bundesliga zu einem am Ende allerdings klaren 5:2 (1:2).

Der Erfolg wurde in der zweiten Halbzeit unter Dach und Fach gebracht. Die mit Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl angetretenen Bremer gingen durch Theodor Gebre Selassie (10.) in Führung, der Tscheche schloss eiskalt gegen Manuel Neuer ab. Franck Ribéry (20.) traf dann zum Ausgleich, doch Aaron Hunt (36.) nutzte eine weitere Schwäche der Bayern-Abwehr zum 2:1 für die Gäste - er ließ Jerome Boateng mit einer einfachen Täuschung ins Leere laufen.

Einmal mehr aber konnten sich die Bayern auf Claudio Pizarro verlassen. Der Peruaner sorgte mit einem Doppelschlag (53./57.)  für die Wende und leitete den Sieg ein. Ingesamt stehen für ihn bereits 174 Bundesligatreffer zu Buche, Pizarro ist damit der treffsicherste ausländischer Spieler der Bundesliga-Geschichte, zu Buche. Bastian Schweinsteiger (61.) und Arjen Robben (74.) stellten den Endstand für die längst als Meister feststehenden Bayern her. David Alaba lieferte die Vorlage zum 3:2 und wurde in der 76. Minute für Contento ausgewechselt.

Guardiola verzichtete in der Anfangsformation auf Kapitän Philipp Lahm, Robben, Mandzukic und Toni Kroos. Die Bayern spielten in Erinnerung an den verstorbenen früheren FC-Barcelona-Coach Tito Vilanova mit Trauerflor.

Bayer Leverkusen hat im ersten Spiel nach der Verpflichtung von Salzburg-Trainer Roger Schmidt ab der nächsten Saison zu Hause gegen Borussia Dortmund ein 2:2 (2:2) erreicht. Die Werkself ging am Samstag durch Lars Bender (7.) und Gonzalo Castro (35.) zweimal in Führung, den Borussen gelang aber durch Oliver Kirch (29.) und Marco Reus (39./Elfmeter) zweimal der Ausgleich.

Während die zweitplatzierten Dortmunder die Champions-League-Qualifikation schon längst sicher haben, müssen die unverändert auf Platz vier liegenden Leverkusener weiter darum zittern. Bayer hat zwei Runden vor Schluss nur einen Punkt Vorsprung auf Wolfsburg (2:2 gegen Freiburg).

Tief im Schlamassel steckt weiterhin der 1. FC Nürnberg, der auch nach der Entlassung von Trainer Gertjan Verbeek nicht in die Erfolgsspur fand. Unter Interimscoach Roger Prinzen verlor der Vorletzte (mit Emanuel Pogatetz) beim FSV Mainz 05 mit 0:2 (0:2), der achte Abstieg in der Vereinsgeschichte rückt nach der fünften Niederlage in Folge immer näher. Schon vor der Pause sorgten Shinji Okazaki (30.) und Christoph Moritz (44.) für klare Verhältnisse. Der Japaner Okazaki erzielte sein 14. Saisontor, die Mainzer bleiben im Rennen um die internationalen Startplätze. In der 86. Minute Julian Baumgartlinger zu seinem Comeback im Mainz-Dress, der Österreicher hatte sich im Oktober 2013 eine schwere Knieverletzung zugezogen und lange pausieren müssen.

Im Kampf um die Champions-League-Qualifikation verpasste der VfL Wolfsburg mit einem 2:2 (1:0) einen wichtigen Erfolg gegen den SC Freiburg. Ivan Perisic (3.) gelang schon frühzeitig der erste Treffer für den VFL. Nach dem Ausgleich durch Admir Mehmedi (61.) brachte Perisic sein Team erneut in Front (70.), doch Marco Terrazzino (83.) sicherte den Breisgauern einen Punkt.

Letzter bleibt Eintracht Braunschweig nach einem 0:2 (0:0) bei Hertha BSC. John Anthony Brooks (61.) und Sami Allagui (77.) trafen nach der Pause für die Berliner. Die Chancen für den Aufsteiger auf den Klassenerhalt sinken damit weiter.

Bereits am Freitagabend hatte es zwischen Hannover 96 und dem VfB Stuttgart ein torloses Unentschieden gegeben. Die Stuttgarter weisen jetzt 32 Punkte und haben sich von den direkten Abstiegsplätzen etwas abgesetzt. (sid/APA/red, 26.4. 2014)

  • Die Bremer Theodor Gebre Selassie und Clemens Fritz engen Bayerns Franck Ribery ein.
    foto: apa/epa/müller

    Die Bremer Theodor Gebre Selassie und Clemens Fritz engen Bayerns Franck Ribery ein.

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