ORF und ÖVP kritisieren SPÖ-Forderung nach weniger Landesstudios

26. April 2014, 13:39
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Generalsekretär Gernot Blümel bezeichnet Aussagen von SPÖ-Kultursprecherin Hakel als "höchst eigenartig"

Als "höchst eigenartig" und "in die vollkommen falsche Richtung gehend" bezeichnete ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel die Forderung der SPÖ-Kultursprecherin Elisabeth Hakel, ORF-Landesstudios zusammenzulegen. "Ich hoffe sehr, dass diese neuen Zentralisierungsfantasien eine Einzelmeinung in der SPÖ darstellen", so Blümel in einem Statement.

"Sowohl für die Politik als auch für die Medien muss gelten, dass sie so direkt und unmittelbar wie möglich für die Menschen gemacht werden. Je näher dran, umso besser. Das ist gelebter Föderalismus und Bürgernähe", so der ÖVP-Generalsekretär. "Wenn es darum geht, beim ORF einzusparen, dann sollte man sich eher überlegen, beim Kauf von amerikanischen Filmen und Serien den Sparstift anzusetzen."

Bereits zuvor hatte auch der burgenländische ORF-Landesdirektor Karlheinz Papst Kritik an den in einem Interview mit dem "Standard" getätigten Forderungen Hakels geübt. Die Abgeordnete hatte den ORF davor gewarnt, Einsparungen, die ihm aus dem Entfall der Gebührenrefundierung für Rundfunkbefreiungen erwachsen, bei heimischen Filmproduktionsaufträgen einzusparen. Hakel schlug stattdessen vor, dass der ORF Landesstudios zusammenführt und gemeinsame Studios für mehrere Länder betreibt. "Wieso braucht ein so kleines Land wie Österreich neun Landesstudios? Da geht es um Unsummen in der Administration", so Hakel im "Standard". (APA, 26.4.2014)

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