Nordkorea gibt Festnahme von US-Bürger bekannt

25. April 2014, 20:30
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24-Jähriger vor zwei Wochen bei Einreise festgenommen

Pjöngjang/Washington - Während des Besuchs von US-Präsident Barack Obama in Südkorea hat der Norden die Festnahme eines jungen US-Bürgers bekannt gegeben. Der 24-jährige Tourist sei am 10. April bei der Einreise nach Nordkorea wegen seines "unbedachten Verhaltens" festgenommen worden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Freitag.

Demnach befindet sich der Mann weiter in Haft, es sei eine Untersuchung eingeleitet worden. Laut KCNA riss der Mann sein Touristenvisum in Stücke und rief, er wolle Asyl beantragen und habe Nordkorea als seinen Zufluchtsort ausgewählt. Dieses Handeln sei ein "schwerer Verstoß" gegen die Gesetze.

Washington sagte, die Berichte über die Festnahme eines US-Bürgers seien bekannt und man sei mit der schwedischen Botschaft in Pjöngjang in Kontakt. Die USA haben keine eigene Botschaft in Pjöngjang und nutzen in Notfällen die schwedische Vertretung. Obama war am Freitag zu einem zweitägigen Besuch in Seoul eingetroffen.

In Nordkorea wurden wiederholt US-Bürger inhaftiert. Seit November 2012 sitzt dort der US-Bürger Kenneth Bae in Haft. Der Mann, der laut der nordkoreanischen Justiz ein evangelikaler Missionar ist, wurde wegen Plänen zum Umsturz der Regierung zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Bemühungen um seine Freilassung blieben bisher erfolglos. In anderen Fällen gelang es dagegen nach längeren Vermittlungen, die Freilassung inhaftierter US-Bürger zu erreichen. (APA, 25.4.2014)

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