Post-Werbefirma strauchelt

25. April 2014, 17:36
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Meillerghp strebt Sanierung an und streicht Jobs

Wien - 2011 brachten Österreichische und Schweizerische Post ihre Auslands-Werbesendungs-Sparten in die Meillerghp ein. Mit der Gemeinschaftsfirma, an der die Post AG 65 Prozent hält, wollte man international reüssieren.

Jetzt steckt sie in Schwierigkeiten. Im Februar beantragte die Geschäftsführung ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Im Mai wird entschieden, ob der Plan durchgeht. Laut derzeitigem Stand wird der Standort im bayerischen Bamberg zugesperrt. 190 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Am zweiten Standort Schwandorf sollen 60 Beschäftigte gehen.

"Für die Betroffenen sieht es düster aus", sagt Betriebsrat Jörg Radtke, der mit Mitstreitern nach Wien gereist ist. "Bestenfalls erhalten die Mitarbeiter eine Abfertigung von zweieinhalb Monatsgehältern." Von den Österreichern erwarte man "einen fairen Sozialplan". Beim Management heißt es, dass sowohl Geld als auch rechtliche Handhabe für Abfederungsmaßnahmen fehlen.

Post-Sprecher Michael Homola macht die Hoffnung auf Unterstützung zunichte. Man glaube an die Zukunft der Firma. Allerdings müsse jetzt restrukturiert werden. Wie viel die Post bislang in das Unternehmen eingeschossen hat, will Homola nicht sagen. Nur so viel: "Jetzt muss die Firma auf eigenen Beinen stehen." (rebu, DER STANDARD, 26.4.2014)

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