Austro-Apotheken starten mit Online-Portal

25. April 2014, 15:28
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Österreicher können rezeptfreie Medikamente bei Online-Apotheken aus dem EU-Ausland bestellen, die heimischen Apotheken müssen weiter warten

In Deutschland sind Versandapotheken schon seit dem Jahr 2004 erlaubt. In Österreich gilt nach wie vor das Versandhandelsverbot von rezeptfreien Medikamenten. Von EU wegen hätte es schon heuer fallen müssen. Aufgrund der langwierigen Zertifizierungsverfahren dauert es aber bis 2015. Die heimischen Apotheken starten nun ein Webportal namens apodirekt.at. Medikamente können dort allerdings nur reserviert werden. Die Reservierung gilt für sieben Tage, sobald die Waren da sind, wird per SMS oder Mail informiert. Den Weg zur Apotheke ihrer Wahl sparen sich die Kunden damit nicht.

Rund 700 der 1.340 österreichischen Apotheken machen mit, teilte der Apothekerverband mit.  Hierzulande leiden die Apotheken trotz Verbots unter der Online-Konkurrenz. Die Österreicher werden von vier Online-Apotheken aus dem EU-Ausland beliefert. Laut einem Vergleich der Plattform medikamentenpreise.at von voriger Woche sind rezeptfreie Medikamente im Versand um bis zu 50 Prozent billiger. (APA/red, derStandard.at, 25.4.2014)

  • Medikamente online bestellen, was andernorts schon lange möglich ist, hängt hierzulande in der Warteschleife.
    foto: ap/hiekel

    Medikamente online bestellen, was andernorts schon lange möglich ist, hängt hierzulande in der Warteschleife.

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