Google und Apple legen Milliardenstreit bei

25. April 2014, 08:51
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Ein Geheimpakt sollte verhindern, dass sich die Konzerne gegenseitig Mitarbeiter abwerben. Die Mitarbeiter sollen jetzt entschädigt werden

San Jose - Die US-Technologie-Schwergewichte Apple, Google, Intel und Adobe haben einen milliardenschweren Rechtsstreit mit tausenden Mitarbeitern beigelegt. Dabei ging es wie berichtet um Absprachen aus den Jahren 2005 bis 2009 mit dem Ziel, sich Beschäftigte nicht gegenseitig abzuwerben. Die Mitarbeiter argumentierten, das seien wettbewerbsfeindliche Absprachen gewesen, die einem Lohndumping gleichkommen würden.

Der Sammelklage schlossen sich rund 64.000 Menschen an und sie forderten eine Summe von drei Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro). In Gerichtsunterlagen von Donnerstag hieß es jetzt, der Streit sei beigelegt worden. Details gab es zunächst nicht. Nach Informationen des "Wall Street Journal" zahlen die Unternehmen insgesamt 325 Millionen Dollar. In einem Monat sollte der Prozess in dem Fall beginnen.

Smiley

Im Mittelpunkt in dem Verfahren standen vor allem Apple und Google. So bekam ein E-Mail-Wechsel zwischen Apple-Gründer Steve Jobs und dem damaligen Google-Chef Eric Schmidt viel Aufmerksamkeit. Nachdem eine Mitarbeiterin von Googles Personalabteilung per E-Mail einen Apple-Entwickler angesprochen hatte, beschwerte sich Jobs bei Schmidt. Die Reaktion fiel hart aus: Google versicherte, dass die Frau sofort gefeuert werde und so etwas nicht wieder vorkomme. Jobs quittierte dies beim internen Weiterleiten der Mail mit einem Smiley.

Google und Apple waren damals, bevor sie der Streit um das mobile Betriebssystem Android auseinanderriss, noch mehr Partner als Rivalen. Mit der Abmachung wollten sie einen Wettstreit um Mitarbeiter vermeiden. Dem später für illegal erklärten Pakt schlossen sich auch der Chiphersteller Intel, die Softwarefirmen Adobe und Intuit, das "Star Wars"-Studio Lucasfilms und der Animationsspezialist Pixar an. Intuit, Lucasfilms und Pixar einigten sich bereits vorher mit den Klägern. (Reuters/red, 25.4.2014)

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