Fünf indische Polizisten von Maoisten getötet

24. April 2014, 19:54
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Opfer hatten Parlamentswahl abgesichert

Patna - In Indien sind während der Parlamentswahl fünf Polizisten von maoistischen Rebellen getötet worden. Die Sicherheitskräfte seien am Donnerstag in dem Bundesstaat Jharkhand bei der Rückkehr von einem Einsatz zur Absicherung des Wahlgangs bei einem Angriff getötet worden, sagte der örtliche Polizeichef.

Demnach wurden zudem zwölf Menschen bei dem Angriff verletzt, der womöglich mit einer Landmine verübt wurde. Die Maoisten haben zum Boykott der Wahl aufgerufen, die am 12. Mai zu Ende geht.

"Roter Korridor"

Die Abstimmung in dem Subkontinent begann am 7. April und findet in mehreren Stufen statt. Bereits Mitte April wurden bei zwei Angriffen der Maoisten auf Wahlhelfer und Wachleute zur Absicherung der Abstimmung im Bundesstaat Chhattisgarh 14 Menschen getötet. Jharkhand und Chhattisgarh gehören zum sogenannten "Roten Korridor", in dem maoistische Gruppen aktiv sind - und der sich vom Zentrum Indiens bis in den Osten des Landes erstreckt.

Die Maoisten, die in Indien auch als Naxaliten bekannt sind, fordern im Kampf gegen die Regierung, der sie eine "halb-feudalistische, halb-koloniale Herrschaft" vorwerfen, eine Landreform und mehr Arbeit für die Armen. Schätzungen zufolge wurden bei dem seit 1967 schwelenden Konflikt Zehntausende Menschen getötet. Der scheidende Premierminister Manmohan Singh bezeichnete die Maoisten als die größte Bedrohung der inneren Sicherheit des Landes. (APA, 24.4.2014)

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