Nur ein Sandstreifen am Donauufer

25. April 2014, 08:52
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150 Meter lang und drei Meter schmal: Größer wird der Sandstrand am Linzer Donauufer nicht. Das Projekt von Studenten der Kunst-Uni Linz soll dafür nach Möglichkeit noch in diesem Sommer umgesetzt werden.

Linz - Nichts wird es mit Strandbars, Chillout-Zonen und einer Bühne für Kultur an der Donaulände ab dem Lentos-Kunstmuseum bis hinunter zum Parkbad. Die Stadt hat sich entschieden: Maximal 450 Quadratmeter groß wird der Donaustrand. Ein bei Studenten der Linzer Kunst-Uni in Auftrag gegebenes Basisprojekt wurde Donnerstag den Parteien und der Initiative "Linz braucht einen Strand" präsentiert.

Anfang des Jahres hatte die Facebook-Gruppe eine schon seit Jahren in der Stadt herumgeisternde Idee von einem Sandstrand an der Donaulände aufgegriffen. Einem Aufruf im sozialen Netzwerk schlossen sich tausende Linzer an. Erste Ideen zur Realisierung trafen bei der Stadt ein.

Kunststudenten beauftragt

Doch Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) winkte ab. Die Vorschläge waren ihm zu voluminös. Daher hatte er Kunst-Uni-Studenten beauftragt, ein kleineres Projekt zu entwerfen. Grundsätzlich soll der Donaustrand für alle frei zugänglich sein. In Höhe des Parkbades ist ein 150 Meter langer und drei Meter breiter Sandstreifen direkt am Ufer vorgesehen. Daran schließt ein sogenannter Grünraum an (den gibt es bereits). Dieser soll mit Sitzgelegenheiten und Wassertümpeln zum Spielen aufgewertet werden, so die Studenten. Und auf der Kuppe des Dammes folgt eine "Gustiermeile". Dort sind jedoch keine Strandbars vorgesehen, sondern Kioske, die bei Hochwasser schnell in Sicherheit gebracht werden können.

Im Gegensatz zu den bisherigen Plänen zeigte sich der Bürgermeister von dem "nachhaltigen Projekt sehr angetan". So gebe es "ausreichend Platz für Sonnenhungrige" und zugleich bliebe die "grüne Kulturlandschaft geschützt". In den nächsten vier Wochen sollen die notwendigen Schritte zur Umsetzung geklärt werden.

"Weitgehend zufrieden" kommentiert auch ÖVP-Stadtparteiobmann Bernhard Baier die "pfiffigen Gestaltungsvariante" der Studenten. Lediglich im Grünraum fehlen ihm noch für Familien mit Kindern "die echten Bringer". (Kerstin Scheller, DER STANDARD, 25.4.2014)

  • Die Gestaltung des Grünraums sei noch nicht ausgereift, meint die Linzer ÖVP.
    foto: kunstuniversität linz

    Die Gestaltung des Grünraums sei noch nicht ausgereift, meint die Linzer ÖVP.

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