Wissenschaftsfonds bis 2018 abgesichert

25. April 2014, 06:16
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Der Fonds scheint nun bis 2018 auf ein gesichertes Budget zugreifen zu können

Wien - Das Finanzministerium ließ sich am Donnerstag erstmals ins Budget für Wissenschaft und Forschung blicken: Von 2016 bis 2018 werden demnach 300 Millionen Euro zusätzliche Mittel lockergemacht. 243 Millionen gehen an den Wissenschaftsfonds FWF. Der größte Förderer von Grundlagenforschung in Österreich kann nach diesen - dem STANDARD vorliegenden Zahlen - ebenso weiterarbeiten wie 150 Forscher der Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), die ohne Zusatzmittel wohl ihren Job verloren hätten.

Der FWF wäre ohne diese Gelder ab 2016 von derzeit 184 auf 102 Millionen Euro zurückgefallen, weil dann die Budgetreserven, die zuletzt immer angeknabbert wurden, nicht mehr zur Verfügung stehen. Ein sofortiger Bewilligungsstopp für Anträge wäre, wie berichtet, die Folge gewesen. Nun darf der größte Förderer von Grundlagenforschung in Österreich mit insgesamt 550 Millionen für den fraglichen Zeitraum 2016 bis 2018 rechnen, wie es aus dem Wissenschaftsministerium heißt. De facto bedeutet das ein Fortschreiben des derzeitigen Budgets für die nächsten Jahre.

Die vom ursprünglichen 300-Millionen-Kuchen übrigen 57 Millionen Euro gehen zum Großteil an die ÖAW, ein "Bruchteil" davon ist aber auch für die Anwendungsforschung reserviert, die ebenfalls im Großressort von Wissenschaft- und Wirtschaftsminister Mitterlehner (ÖVP) angesiedelt ist. Wie die Aufteilung im Detail aussehen wird, wollte man mit einem Verweis auf die Leistungsvereinbarungen mit der ÖAW noch nicht sagen.

In Mitterlehners ursprünglicher Forderung nach Zusatzmitteln war von 383 Millionen Euro für die Forschung im Zeitrahmen 2016 bis 2018 die Rede. Dass es 300 Millionen wurden, war, wie aus dem Finanzministerium verlautet, den schwierigen Budgetzeiten geschuldet. Ressortchef Michael Spindelegger (ÖVP) wird mit einem Bekenntnis zitiert: "Innovation ist unsere Zukunftsvorsorge. Österreich muss hier am Ball bleiben." Mitterlehner hob hervor, dass man damit den Wegzug von jungen Wissenschaftern verhindere. (pi, DER STANDARD, 25.4.2014)

  • Präsidenten beim Verhandeln: Anton Zeilinger (ÖAW) und Pascale Ehrenfreund (FWF).
    foto: apa/pfarrhofer

    Präsidenten beim Verhandeln: Anton Zeilinger (ÖAW) und Pascale Ehrenfreund (FWF).

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