50 von 220 Weltbild-Filialen von Schließung bedroht

24. April 2014, 16:04
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Insolvenzverwalter Geiwitz will kirchlichen Konzern als Ganzes losschlagen - Neben Holtzbrinck auch Industrieller Taus interessiert

Augsburg - Nach der Insolvenz der Weltbild-Mutter sind laut einem Zeitungsbericht weniger Buchläden von der Schließung bedroht als bisher befürchtet. Etwa 50 der deutschlandweit rund 220 Weltbild-Filialen könnten nach derzeitigen Verhandlungsstand geschlossen werden, berichtet die "Augsburger Allgemeine" unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di bestätigte der Nachrichtenagentur dpa: "Es wird wohl weniger dramatisch, als es geplant war." Vonseiten der Insolvenzverwaltung war am Mittwoch keine Stellungnahme zu erhalten. In den 220 Geschäften arbeiten rund 1.400 Mitarbeiter.

Ex-ÖVP-Politiker Taus unter den Interessenten

Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz sucht derzeit einen Investor für den kirchlichen Konzern, der insbesondere auch im Internethandel aktiv ist. Nach Angaben von voriger Woche hat auch der Wiener Industrielle und ehemalige ÖVP-Politiker Josef Taus, Gründer und Vorstand der Management Trust Holding (MTH), Interesse. Auch der deutsche Holtzbrinck-Verlag gilt als potenzieller Weltbild-Käufer.

Geiwitz will Weltbild möglichst als Ganzes erhalten. Er hatte bereits Schließungen bei der Filialtochter angekündigt, konkrete Zahlen wurden jedoch noch nicht genannt. In der Vergangenheit war darüber spekuliert worden, dass nahezu jede zweite Buchhandlung geschlossen werden könnte.

Bei der Konzernmutter, der Verlagsgruppe Weltbild, waren schon zum 1. April rund 580 Mitarbeiter in eine Auffanggesellschaft gewechselt. (APA, 24.4.2014)

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