Facebook knackte Milliarden-Marke bei mobilen Nutzern

24. April 2014, 11:07
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Gewinn mit 642 Mio. Dollar fast verdreifacht - Anteil der über Smartphones erzielten Werbeeinnahmen auf 59 Prozent verdoppelt

Facebook profitiert immer stärker von florierenden Werbeeinnahmen über Smartphones und Tablets. Zudem knackte das weltgrößte Online-Netzwerk erstmals die Marke von 1 Milliarde Nutzern, die regelmäßig von unterwegs auf den Dienst zugreifen. Der Umsatz kletterte um 72 Prozent auf 2,5 Mrd. Dollar (1,81 Mrd. Euro), der Gewinn verdreifachte sich nahezu auf 642 Mio. Dollar.

Dies teilte der von Mark Zuckerberg gelenkte Konzern mit. Damit legte Facebook die Messlatte für Konkurrenten wie Google und Twitter erneut etwas höher. Die Aktie stieg nachbörslich um 3 Prozent.

"Sie haben die richtigen Produkte für die Wünsche der Werbekunden und das schlägt sich in der Bilanz nieder"

Der Anteil an den Einnahmen durch Werbung, die über mobile Geräte lief, verdoppelte sich im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr auf 59 Prozent. Die Zahl der Nutzer, die mindestens einmal im Monat aktiv sind, stieg per Ende März auf 1,28 Milliarden. Das waren rund 50 Millionen mehr als Ende Dezember. 1,01 Milliarden von ihnen griffen per Smartphone oder Tablet auf den Dienst zu, nach 945 Millionen zum Jahreswechsel. Branchenexperten reagierten erfreut: "Sie haben die richtigen Produkte für die Wünsche der Werbekunden und das schlägt sich in der Bilanz nieder", sagte Analyst Ronald Josey von JMP Securities.

Doch Facebook goss auch Wasser in den Wein. Das Umsatzwachstum werde sich im Laufe des Jahres verlangsamen. Auch dämpfte die für das operative Geschäft zuständige Managerin Sheryl Sandberg Hoffnungen, dass auch hinzugekaufte Anwendungen wie der vor zwei Jahren für 1 Mrd. Dollar übernommene Fotodienst Instagram bald Gewinne abwerfen. "Wir konzentrieren uns sehr auf das Kundenwachstum", sagte sie. Um den wirtschaftlichen Faktor gehe es derzeit weniger.

Umwälzungen

Facebook hatte zuletzt eifrig hinzugekauft, vor allem um mehr junge Menschen zu erreichen. So legte der Konzern allein für den aufstrebenden Kurznachrichtendienst WhatsApp 19 Mrd. Dollar auf den Tisch. Den Hersteller einer Datenbrille ließ sich Zuckerberg 2 Mrd. Dollar kosten. Damit will sich Facebook für die stetigen Umwälzungen in der hart umkämpften Tech-Branche wappnen, um nicht wie andere Ex-Internetgrößen irgendwann von Newcomern abgehängt zu sein.

Doch konnte Facebook Zweifel an seinem Geschäftsmodell längst ausräumen. Nach dem holprigen Börsengang vor knapp zwei Jahren stellten vielen Investoren die Strategie noch infrage, weil Facebook kaum Geld mit Werbung auf mobilen Geräten verdiente und dafür auch keine Lösungen zu haben schien. Diese Zeiten sind aber inzwischen vorbei. Im Schlussquartal 2013 hatte das Unternehmen erstmals mehr mit Anzeigen auf mobilen Geräten als auf herkömmlichen Computern eingenommen.

Der Konzern gab zudem bekannt, dass Finanzchef David Ebersman noch in diesem Jahr zurücktreten werde. Nachfolger werde der Facebook-Manager David Wehner. (APA, 24.4. 2014)

  • Mark Zuckerberg steht für Selfies in San Francisco als Wachsfigur bereit.
    foto: reuters

    Mark Zuckerberg steht für Selfies in San Francisco als Wachsfigur bereit.

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