Patscherkofelbahn geht retour an Stadt Innsbruck

23. April 2014, 17:35
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Mitsamt Lift- und Beschneiungsanlagen von der Betreiberfamilie Schröcksnadel

Innsbruck - Die Stadt wird die Innsbrucker Patscherkofelbahn um 10,7 Millionen Euro von der Betreiberfamilie Schröcksnadel zurückkaufen. Und zwar mitsamt den Lift- und Beschneiungsanlagen. Darauf haben sich Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI) und Markus Schröcksnadel geeinigt. Der Beschluss des Innsbrucker Stadtsenates soll noch bei einem Sondergemeinderat abgesegnet werden.

"Wir haben den Patscherkofel die letzten zwanzig Jahre gerne und gut betrieben", sagte Schröcksnadel am Mittwoch. Insgesamt habe die Familie rund 32 Millionen Euro in die Anlagen investiert. Die Einkünfte aus dem laufenden Betrieb hätten die Investitionen aber nicht mehr gerechtfertigt. Alles in allem sei es ein "Defizitgeschäft" gewesen, räumte Schröcksnadel ein, zudem habe es in der jüngsten Zeit nicht mehr den Spaß gemacht, den es zu Beginn gemacht habe. "Daher sehen wir es als richtigen Schritt, die Anlagen an die Stadt zurückzugeben", sagte er. Die Transaktion sei weder ein Geschenk an die Stadt noch ein gutes Geschäft.

Skribetrieb in gewohnter Form

"Sehr intensive Verhandlungsschritte in den vergangenen Monaten" hätten die Rahmenvereinbarung möglich gemacht, erklärte Bürgermeisterin Oppitz-Plörer. An den detaillierten Verträgen soll nach dem Beschluss des Gemeinderates "zügig" gearbeitet werden. Die gesamten Anlagen am Hausberg der Innsbrucker sollen bis zum 1. Oktober an die Stadt oder an eine Gesellschaft der Stadt zum Betrieb übergehen.

Der Skibetrieb soll in der gewohnten Form weitergehen. Die Familie Schröcksnadel wird weiterhin das Restaurant an der Talstation des Olympia-Express pachten. (APA, red, DER STANDARD, 24.4.2014)

  • Die Patscherkofelbahn, hier über der Golfanlage an der Römerstraße, hat Markus Schröcksnadel "keinen Spaß mehr gemacht". Die Stadt Innsbruck kauft sie für 10,7 Millionen Euro zurück.
    foto: parigger

    Die Patscherkofelbahn, hier über der Golfanlage an der Römerstraße, hat Markus Schröcksnadel "keinen Spaß mehr gemacht". Die Stadt Innsbruck kauft sie für 10,7 Millionen Euro zurück.

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