"Und morgen Mittag bin ich tot": Der letzte Geburtstag

23. April 2014, 17:27
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Frederik Steiners Kinodebüt erzählt die letzten Tage einer jungen Frau, die an Mukoviszidose leidet und beschließt, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen

Lea ist 22 und leidet an Mukoviszidose. Eine Lungentransplantation ist nicht mehr möglich. Lea wird sterben - und sie hat beschlossen, den Zeitpunkt ihres Todes mithilfe einer Schweizer Sterbehelferin selbst zu bestimmen. Mutter, Schwester und Oma reisen auf Leas Wunsch an, um ein letztes Mal mit ihr Geburtstag zu feiern.

"Und morgen Mittag bin ich tot" heißt Frederik Steiners Kinodebüt, das diese letzten Tage erzählt. Schauspielerin Liv Lisa Fries wurde für ihre Verkörperung der Lea verdientermaßen mehrfach ausgezeichnet. Lena Stolze gibt als Mutter ebenfalls eine beeindruckend nuancierte Darstellung. Dass die anderen Figuren vergleichsweise blass bleiben, muss man eher dem Drehbuch ankreiden: Vieles an der Erzählung wirkt zu ausgedacht - die nassforschen Dialoge genauso wie die Nebenhandlung um einen anders todessehnsüchtigen Teenager. Größere Reduzierung aufs Wesentliche hätte gutgetan. (irr, DER STANDARD, 24.4.2014)

  • Beeindruckend: Lena Stolze und Liv Lisa Fries im Drama "Und morgen Mittag bin ich tot".
    foto: einhorn

    Beeindruckend: Lena Stolze und Liv Lisa Fries im Drama "Und morgen Mittag bin ich tot".

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