Welttierversuchstag: Tipps für Frühjahrsputz ohne Tierleid

23. April 2014, 14:59
9 Postings

Für Wasch- und Spülmittel sterben tausende Nager - Essig, Salz und Backpulver als Alternativen

Wien - Anlässlich des Welttierversuchstag am 24. April hat Vier Pfoten praktische Tipps veröffentlicht, wie der Frühjahrsputz ohne Tierleid gelingt. Vielen sei nicht bewusst, dass auch für Wasch- und Spülmittel tausende Mäuse, Ratten, Hasen und Meerschweinchen sterben. Auch mit Hausmitteln könne man sein Heim auf Vordermann bringen - und der Umwelt sowie der Geldbörse etwas Gutes tun.

So sei etwa Essig sehr vielfältig einzusetzen: Man kann damit nicht nur Böden, Fenster und Toiletten reinigen, er wird auch mit Ablagerungen in Badewannen und Waschbecken fertig. Drei Esslöffel Öl, drei Esslöffel Essig und ein Teelöffel Salz würden zum Beispiel eine Möbelpolitur ergeben. Bei dunklen Möbeln sollte man statt Essig Rotwein verwenden. Selbst Flecken auf Leder würden mit schwachem Essigwasser entfernt.

Ebenfalls ein Allrounder im Haushalt sei die Zitrone bzw. ihr Saft: Die Schalen seien das beste und gründlichste Reinigungsmittel für Küchenmöbel. Die Oberflächen würden dazu mit deren Innenseite abgerieben. Ausgepresste Zitronenschalen erwiesen sich beim Abwaschen als ausgezeichnete Fettlöser. Zitrone ist ein natürliches Bleichmittel. Wenn man zum Waschmittel ein paar Zitronenscheiben beigebe, werde leicht angegraute weiße Wäsche wieder weiß. Wie Essig helfe Zitronensaft auch zur Reinigung von Wannen und Waschbecken.

"Wundermittel" Salz

Salz sei das nächste "Wundermittel": Fenster glänzten besser, wenn dem Putzwasser etwas davon zugesetzt werde, Flecken an Gläsern ließen sich durch Abreiben mit Salz entfernen. Ein verschmutzter Backofen schließlich werde leichter sauber, wenn man Salz hineinstreue und es so lange erhitzt, bis es braun wird. Danach mit einem Küchentuch ausreiben und den Ofen wie gewohnt auswaschen.

Gegen nicht zu starke Ablagerungen in der Toilette helfe Backpulver: Ein Päckchen davon auf den verschmutzten Stellen verteilen, einwirken lassen und mit der Bürste nachbearbeiten. Auch bei stark angebrannten Töpfen brauche man keine chemischen Keulen: Man könne es durch Einweichen in einer Backpulver-Wasser-Mischung lösen. Und verstopfte Abflüsse ließen sich umweltfreundlich und problemlos mit einer Saugglocke und Rohrspirale reinigen.

Der Verein gegen Tierfabriken kritisierte in einer Aussendung, dass jener Anteil an Tierversuchen zunehme, die "nur der wissenschaftlichen Neugier dienen". Im Jahr 2000 betrug der Anteil der Grundlagenforschung an den Tierversuchen in Österreich noch 19 Prozent, 2010 waren es 32 und in der neuesten Statistik 44 Prozent. Fast jeder zweite Versuch würde also nur aus "Neugier" und ohne jede konkrete Anwendungsabsicht durchgeführt. (APA, 23.4.2014)

  • Auch Putzmittel werden durch Tierversuche getestet.
    foto: apa/robert f. bukaty

    Auch Putzmittel werden durch Tierversuche getestet.

Share if you care.