Studie: Samsungs eigene Android-Apps kaum genutzt

23. April 2014, 15:03
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Facebook mit Abstand Spitzenreiter bei vorinstallierter Software

Viele Hersteller von Android-Smartphones und -Tablets versuchen, sich nicht nur mit ihrer Hardware, sondern auch mit eigenen Softwarelösungen von der Konkurrenz zu unterscheiden. HTC liefert seine Geräte etwa mit der "Sense"-Oberfläche aus, Sony mit dem Xperia-Interface. Der vermutlich bekannteste Vertreter ist allerdings TouchWiz von Samsung, denn immerhin ist der koreanische Hersteller schon länger der Platzhirsch am Markt.

Doch mit der Überarbeitung der Systemoberfläche lässt man es nicht bewenden. Parallel zu Googles Play Store liefert man etwa mit "Samsung Apps" auch einen eigenen Marktplatz mit. Ebenso vorinstalliert sind eine Notiz-App und Sprachsteuerung aus eigenem Hause, genannt S Memo und S Voice.

Facebook Spitzenreiter

Strategy Analytics hat nun das Verhalten von über 250 amerikanischen Nutzern des Galaxy S3 und Galaxy S4-Smartphones beobachtet und festgestellt, dass Samsungs mitgelieferte Programme kaum verwendet werden.

Erhoben wurde dafür die Zeit, die die User monatlich mit verschiedenen vorinstallierten Apps verbrachten. Absoluter Spitzenreiter dabei ist Facebook. Über elf Stunden (664,1 Minuten) wurde der mobile Android-Client des sozialen Netzwerks verwendet. Mit großem Abstand folgen die Foto-Community Instagram (151 Minuten) und Googles Videoplattform YouTube (146,7 Minuten).

3,9 Minuten für S Memo

52,4 Minuten monatlich verbrachten die Studienteilnehmer durchschnittlich in Googles Play Store, 47,4 Minuten mit dem Kurznachrichtendienst Twitter und eine knappe halbe Stunde mit der Google-Suche, listet das Wall Street Journal.

Die meistgenutzte Samsung-App war S Memo, die monatliche Verwendungsdauer liegt hier bei 3,9 Minuten. S Voice kommt auf 3,6, Samsungs App-Store kommt auf 1,2. Weniger als eine Minute beschäftigten sich die User mit dem Messenger ChatOn und Group Play.

Schon zuvor hatte Samsungs Chef der Media Solutions-Abteilung betont, dass Software von hoher Bedeutung für das Unternehmen sei und man viele Ressourcen in die Entwicklung stecke. Gleichzeitig gab er zu, dass man hier noch Aufholbedarf habe. (red, derStandard.at, 23.04.2014)

  • Samsungs eigene Apps werden offenbar kaum verwendet.
    foto: reuters

    Samsungs eigene Apps werden offenbar kaum verwendet.

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