Archäologen entdecken Inka-Tempel

23. April 2014, 12:18
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Präkolumbisches Pilgerzentrum: Die Stadt Pachacámac nahe Lima ist nach dem Schöpfergott benannt, der in ihr verehrt wurde

Brüssel - Archäologen haben südlich der peruanischen Hauptstadt Lima einen Inka-Tempel entdeckt, dessen Wände mit bunten Malereien verziert waren und auf dessen Boden Opfergaben lagen. Der bisher unerforschte Bau befinde sich auf dem 465 Hektar großen Pachacámac-Gelände, teilten die belgischen Forscher der Freien Universität Brüssel mit.

Auf dem Gelände befinden sich die Reste einer über 1.500 Jahre alten Stadt, die noch vor die Zeit der Inka-Kultur zurückreicht, später aber von den Inka übernommen wurde. Vor allem wurde dort die Schöpfergottheit verehrt, nach der die Stadt benannt wurde. Auf dem Boden des Tempels fanden die Forscher die Reste von Opfergaben, die aus verschiedenen Regionen der Anden stammen. Es handle sich um Schmuck aus Papageienfedern, schwarze Steinen aus den Bergen mit besonderen Formen, Muscheln und Keramik der Inkas, erklärten die Forscher. Die Funde belegten, dass Pilger zur Zeit der Inkas von weit her nach Pachacámac gekommen sein müssen, heißt es in der Erklärung der Universität.

Von den Wandmalereien konnten bislang erst einige Motive identifiziert werden, erklärte Chef-Archäologin Kusi Colonna-Preti. "Die roten, gelben, schwarzen, blauen und grünen Farben wurden oft in mehreren Schichten aufgetragen, aber Erdbeben haben die Stärke der Struktur beträchtlich geschwächt."  (APA/red, derStandard.at, 23. 4. 2014)

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