Musikbouquet des Orchesters

23. April 2014, 17:00
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Tonkünstler von Richard Strauss bis Arnold Schönberg

Es sollte noch zwei Jahre bis zur Premiere des ersten abendfüllenden Tonfilms dauern: 1925 regierte der Stummfilm, begleitet von Livemusik - einem Pianisten oder einem Orchester. In diesem Jahr entstand die Verfilmung der Oper Der Rosenkavalier, deren Uraufführung 1926 von Richard Strauss selbst dirigiert wurde.

Im Festspielhaus St. Pölten gibt es am 17. Mai die Möglichkeit, der Kinotradition vor den "Talkies" nachzuspüren: Mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich lässt Dirigent Frank Strobel die Orchesterfassung der Oper zu Robert Wienes Stummfilm-Klassiker erklingen.

Nicht menschlichen Liebeswirren, sondern der Liebe zur Heimat widmet sich das Tonkünstler-Orchester am 28. April, wenn mit Béla Bartóks Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 und Bedrich Smetanas sinfonischem Zyklus Mein Vaterland ungarische Tänze erklingen oder die Nymphen der Moldau erscheinen.

Richard Strauss gibt es mit dem Konzert für Horn und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 11 auch am 12. Mai zu hören. Gerahmt wird das Frühwerk von britischer Musik: Benjamin Brittens Sinfonia da Requiem und Edward Elgars Enigma-Variationen.

Eine tragische Liebe bestimmt den 26. Mai: Claude Debussy und Arnold Schönberg vertonten beide das Schauspiel Pelléas et Mélisande von Maurice Maeterlinck. Die Tonkünstler begleiten gespielte Auszüge aus Debussys Oper und präsentieren Schönbergs sinfonische Dichtung. (Sabina Zeithammer, Spezial, DER STANDARD, 24.4.2014)


Dieser Artikel entstand mit finanzieller Unterstützung des Festspielhaus St. Pölten. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim STANDARD.

  • Am Drehbuch hat Hugo von Hofmannsthal mitgearbeitet: Stummfilm "Der Rosenkavalier", Österreich 1925, Regie: Robert Wiene.
    foto: filmarchiv austria

    Am Drehbuch hat Hugo von Hofmannsthal mitgearbeitet: Stummfilm "Der Rosenkavalier", Österreich 1925, Regie: Robert Wiene.

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