Frauenthal schlittert 2013 in die Verlustzone

23. April 2014, 10:54
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Operatives Ergebnis drehte von plus 7,9 auf minus 22,5 Millionen Euro

Wien - Der börsennotierte Sanitärgroßhändler und Autoindustriezulieferer Frauenthal ist 2013 in die Verlustzone geschlittert. Wegen außerordentlicher Aufwendungen - vor allem im Unternehmensbereich Automotive - drehte das operative Ergebnis (Ebit) gegenüber dem Jahr davor von plus 7,9 auf minus 22,5 Mio. Euro. Unter dem Strich steht ein Nettoverlust von 30,9 Mio. Euro (2013: Gewinn von 1,3 Mio. Euro).

Auf das Betriebsergebnis drückten außerordentliche Abschreibungen (Impairments) in der Division Automotive in Höhe von 28,7 Mio. Euro und für ein Grundstück in Höhe von 0,7 Mio. Euro sowie ein Entkonsolidierungsaufwand von 2,3 Mio. Euro, geht aus der Ad-hoc-Mitteilung des Unternehmens von heute, Mittwoch, hervor.

Die Division Automotive belastete das Betriebsergebnis mit einem Minus von 29,1 Mio. Euro, die Division Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte trug ein Plus von 10,6 Mio. Euro zum Ebit bei.

Der Verkauf der beiden Gesellschaften Frauenthal Automotive Ahlen GmbH und Frauenthal Automotive Westphalia GmbH ging mit einem Aufwand von 2,3 Mio. Euro einher, die Abschreibungen im Bereich Stahlfedern machten insgesamt 29,4 Mio. Euro aus. Das um diese Faktoren bereinigte Ebit belief sich auf 9,2 Mio. Euro, das bereinigte Nettoergebnis auf 0,8 Mio. Euro.

Wegen des negativen Jahresergebnisses verringerte sich das Eigenkapital des Unternehmens von 127,5 auf 91,6 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote verschlechterte sich von 37,4 auf 25,7 Prozent.

Zuwächse erzielte Frauenthal im abgelaufenen Geschäftsjahr bei den Verkaufserlösen, die um 12,7 Prozent von 509,9 auf 574,8 Mio. Euro kletterten. Mit 59,3 Mio. Euro ist fast das gesamte Umsatzplus der Akquisition der Gnotec-Gruppe zu verdanken, deren Erstkonsolidierung per Mai 2013 erfolgte.

2014 erwartet Frauenthal den Angaben zufolge Marktanteilsgewinne im Bereich Sanitär- und Heizungsproduktegroßhandel sowie ein Umsatzplus von knapp 10 Prozent im Automotive-Bereich, das wieder im Wesentlichen auf die Gnotec-Gruppe zurückzuführen sei.

Das Unternehmen will in die Verbesserung der Qualität und der Produktivität sowie in den weiteren Ausbau des Standortes der Gnotec-Gruppe in China investieren. Im Bereich Stahlfedern und Stabilisatoren werden "Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung evaluiert". Das Ziel, eine neue "dritte Division" aufzubauen, bleibe aufrecht. (APA, 23.4.2014)

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