Google muss bei Samsung-Niederlage gegen Apple mitzahlen

23. April 2014, 10:17
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Abkommen zwischen den beiden Unternehmen offengelegt - Allerdings nicht für "Slide to Unlock"

Im derzeit vor einem US-Gericht verhandelten Patentstreit zwischen Apple und Samsung ist ein neues Detail ans Licht gekommen. So ist Androidhersteller Google tiefer in die Angelegenheit verwickelt als bisher angenommen, wie Recode berichtet.

Abkommen

Aus im Verlaufe des Prozesses präsentierten E-Mails geht hervor, dass Google und Samsung bereits im Verlauf des Jahres 2012 Zeit ein Abkommen für den Fall von Patentklagen geschlossen haben. Darin verspricht Google nicht nur bei der Verteidigung gegen einzelne Patentansprüche zur Seite zu stehen, sondern im Fall einer Niederlage den Schaden auch finanziell mitzutragen.

Anlass

Konkret geht es bei der erwähnten Abmachung um vier jener Patente, die Apple durch Samsung verletzt sieht. Zwei davon wurden bereits zu Prozessbeginn fallen gelassen, bleiben noch die von Apple beanspruchten Patente auf die Hintergrundsynchronisation von Daten und die "Universelle Suche". Beides zentrale Funktionen von Android, bei denen sich Google sicher wähnt, dass die Apple-Patente ungültig sind.

Slide to Unlock

Nicht zuständig fühlt sich Google hingegen für eines der umstrittensten Patente von Apple: Jenes auf die Slide-to-Unlock-Funktion, mit der iPhones und iPads entsperrt werden können. Android bietet hier von Haus aus einen anderen Mechanismus, den Samsung selbst ersetzt hat. (apo, derStandard.at, 23.4.2014)

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