Die Dinge des Fernsehlebens

22. April 2014, 19:04
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Der französisch-deutsche Kultursender hat vor einiger Zeit beschlossen, seine Teletextseite neu zu gestalten

Das Fernsehen wird einem immer schwerer gemacht. Jetzt auch von Arte. Der französisch-deutsche Kultursender, seit 1992 in Betrieb und auf weiter Flur immer noch ein fruchtbarer Flecken Fernsehen für gute und spezifische Formate, hat vor einiger Zeit beschlossen, seine Teletextseite neu zu gestalten. Leider zum Nachteil der Kundschaft. Aus unerfindlichen Gründen gibt es dort nun zum jeweils aktuell laufenden Programm keine Informationen mehr bzw. keine diesbezüglich weiterführenden Seitenangaben (wie sonst überall auch).

Warum denn das? Das Programm ist - insbesondere für unvorbereitete Gelegenheitsfernseher - beileibe nicht immer selbsterklärend. Oder aber hier wird gar an der allmählichen Abschaffung der Teletextseiten gearbeitet, weil diese nicht mehr zeitgemäß sind, sprich früher oder später sowieso alles von einem Bildschirm aus konsumiert werden wird?

Nun, diesem Drama blicke ich entgegen. Aber bis es tatsächlich so weit ist, würde ich gerne mit möglichst wenig Aufwand Näheres über die Titel im laufenden Programm in Erfahrung bringen können.

Unter Frankreichs schönste Küsten ließ sich am Karsamstag ja auf Anhieb einiges erahnen. Bei Die Dinge des Lebens am Ostersonntag gelang das schon nicht mehr so gut: Ist das eine Dokumentation über Rasenmäher, Handtaschen und Tennisschläger? Oder bezeichnet der Titel ein schicksalshaftes Familiendrama? Desgleichen gilt für Der Himmel soll warten am Ostermontag. Ein regenverhinderndes filmischen Pamphlet?

Nun, ich zügle mich sogleich und zapple nicht aus Verzweiflung, denn was genau hinter Madiba (Arte, Mittwoch, 21.45 Uhr) steckt, weiß ich zum Glück aus der Switchlist. (Margarete Affenzeller, DER STANDARD, 23.4.2014)

 

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