The Yes Men: Wie man seinen Gegner blöd aussehen lässt

Blog mit Video23. April 2014, 11:26
36 Postings

Die Riahi Brothers holen sich bei Andy Bichlbaum von The Yes Men Tipps zu gewaltlosem Protest

Warum man sich nicht vor der Rache der Unternehmen fürchten sollte, wenn man sie lächerlich macht, erzählt Andy Bichlbaum von The Yes Men.

Die Globalisierungskritiker und Kommunikationsguerilla-Experten The Yes Men aus den USA haben bereits einige namhafte Unternehmen mit ihrem kreativen Aktivismus bloßgestellt. Bekannt geworden sind sie mit ihrer Strategie, Vertreter von großen Unternehmen und Handelsvereinigungen wie der WTO zu verkörpern und in deren Namen öffentlich aufzutreten. 

In diesem Video erzählt uns Andy Bichlbaum aka Jacques Servin, eigentlich Science-Fiction-Autor, warum man immer die absurdeste und unvorstellbarste Idee umsetzen sollte, und dass am Ende des Tages David gegen Goliath gewinnt. Servin hat viel Erfahrung mit dem sogenannten "Culture Jamming", da er bereits als Programmierer in seinem Tagesjob in den 90ern erfolgreich subversive Gesellschaftskritik in die Codes von Spielen wie "Simcopter" eingeschleust hat. 

Mit seiner Gruppe RTMark hat Servin die Sprachchips von Barbiepuppen mit denen von Soldatenpuppen vertauscht und sich schließlich mit The Yes Men mehrmals erfolgreich als Vertreter von Exxon, der WTO oder anderen mächtigen Unternehmen und Wirtschaftsverbänden ausgegeben, um deren Machenschaften in den öffentlichen Diskurs zu bringen. Bis heute wurde Servin nur ein einziges Mal verklagt, und zwar ohne Erfolg. 

Aktuell arbeiten The Yes Men daran, ihren Film und die Aktionsplattform "The Yes Men Are Revolting" fertigzustellen. (Arash und Arman T. Riahi, derStandard.at, 23.4.2014)

  • Was haben "Occupy", die spanischen "Indignados" und der "Arabische Frühling" gemeinsam? Everyday Rebellion ist ein Dokumentarfilm und Crossmedia-Projekt, das den zivilen Ungehorsam feiert und die Kraft und Vielfalt der kreativen, gewaltlosen Protestmethoden weltweit miteinander in Verbindung setzt.
Bild: Bei den einjährigen Occupy Wall Street Feierlichkeiten in New York.
    foto: everydayrebellion.net

    Was haben "Occupy", die spanischen "Indignados" und der "Arabische Frühling" gemeinsam? Everyday Rebellion ist ein Dokumentarfilm und Crossmedia-Projekt, das den zivilen Ungehorsam feiert und die Kraft und Vielfalt der kreativen, gewaltlosen Protestmethoden weltweit miteinander in Verbindung setzt.

    Bild: Bei den einjährigen Occupy Wall Street Feierlichkeiten in New York.

  • Die iranischen Filmemacher und Brüder Arash T. Riahi und Arman T. Riahi sind aufgrund der Tatsache, aus einer politisch verfolgten Familie zu stammen, mit der Idee des politischen und gewaltlosen Widerstands vertraut. Für ihr erstes gemeinsames Projekt "Everyday Rebellion" haben sie eine Plattform aufgebaut, die als permanent wachsende Inspirationsquelle dienen soll. Auf derStandard.at veröffentlichen sie ausgesuchte Videos und Hintergrundinfos zu gewaltlosen Protest-Aktionen.
    foto: nela märki

    Die iranischen Filmemacher und Brüder Arash T. Riahi und Arman T. Riahi sind aufgrund der Tatsache, aus einer politisch verfolgten Familie zu stammen, mit der Idee des politischen und gewaltlosen Widerstands vertraut. Für ihr erstes gemeinsames Projekt "Everyday Rebellion" haben sie eine Plattform aufgebaut, die als permanent wachsende Inspirationsquelle dienen soll. Auf derStandard.at veröffentlichen sie ausgesuchte Videos und Hintergrundinfos zu gewaltlosen Protest-Aktionen.

Share if you care.