Appetit auf McDonald's lässt nach

22. April 2014, 17:45
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Nicht nur in den USA, auch in Europa macht der Fastfood-Kette der Kundenschwund zu schaffen

Oak Brook - Die McDonald's-Durststrecke hält an. Im ersten Quartal gingen nicht nur weniger US-Amerikaner in die Fastfood-Tempel. Das Unternehmen verspürte nach eigenen Angaben auch eine "anhaltende Schwäche in Deutschland". Genaue Zahlen für das Geschäft in Deutschland nannte McDonald's am Dienstag jedoch nicht.

Die Nummer eins unter den Schnellrestaurant-Anbietern kämpft schon seit einiger Zeit mit einem Kundenschwund. Auf dem wichtigen Heimatmarkt lag dies an einem strengen Winter und einer starken Konkurrenz anderer Fastfood-Ketten. In Deutschland müssen "Big Mac" und "Chicken McNuggets" mit Snacks vom Bäcker mithalten.

Dank Neueröffnungen von Läden und teurerer Bestellungen durch die Kunden konnte McDonald's seinen Umsatz letztlich noch um ein Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro) steigern. Der Gewinn schrumpfte jedoch gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf unterm Strich 1,2 Milliarden Dollar.

Kernmärkte auf Vordermann bringen

Der Konzern will nun vor allem die vier Kernmärkte wieder auf Vordermann bringen, die nach wie vor schwächeln. Dazu zählen neben den USA und Deutschland auch Australien und Japan. Nach den Worten von Konzernchef Don Thompson muss sich McDonald's weiterentwickeln, "um eine relevante und vertrauenswürdige Marke" zu bleiben.

Die Fastfood-Kette versucht, mit neuen Angeboten die Gäste zu locken, etwa mit mehr Frühstücksauswahl oder Salaten. Zugleich stößt McDonald's in neue Märkte vor. So machte im Februar die erste Filiale in Vietnam auf. Bestehende Restaurants sollen modernisiert werden.

McDonald's muss sich immer wieder anhören, durch sein Essen zum Übergewicht bei vielen Menschen beizutragen. Hinzu kommt der Vorwurf, McDonald's und seine selbstständigen Restaurantbetreiber bezahlten ihre Mitarbeiter schlecht. Beschäftigte in drei US-Bundesstaaten hatten die Kette deswegen im März verklagt. (APA, 22.4.2014)

  • Weniger Besucher in den Läden.
    foto: ap/gene j. puskar

    Weniger Besucher in den Läden.

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