Geplantes Riesenrad spaltet Venedig

22. April 2014, 12:30
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80 Millionen Euro für einen Vergnügungspark sollen auf einer verlassenen Insel der Lagunenstadt investiert werden

Venedig - Auch die Lagune von Venedig soll ihr Riesenrad bekommen. Auf einer verlassenen künstlichen Insel, die als Mülldeponie diente, soll ein Vergnügungspark mit Riesenrad entstehen. 80 Millionen Euro will der Unternehmer Alberto Zamperla investieren, berichtete die Tageszeitung "La Repubblica" - ein nicht unumstrittener Plan.

Denn das Projekt eines historischen Vergnügungsparks über die Geschichte der Republik Venedig erhitzt jedoch die Gemüter. Zwei Jahre lang sollen die Bauarbeiten für den Vergnügungspark dauern, der 500 Personen beschäftigen und allein im ersten Jahr 400.000 Schaulustige anlocken wird. In fünf Jahren könnte sich die Besucherzahl sogar verdoppeln.

Sechs Millionen Euro sollen zur Sanierung der verlassenen Insel ausgegeben werden. Auf Leinwänden können Besucher die Geschichte der Republik Venedig mitverfolgen. Geplant ist auch der Bau künstlicher, mit Booten befahrbarer Kanäle. In einem Amphitheater sind Aufführungen und Konzerte geplant.

Die Pläne Zamperlas lösten jedoch unterschiedliche Reaktionen aus. "Wir wollen nicht, dass eine ganze Insel zum Disneyland wird", protestierte das für Umweltfragen zuständige Stadtratmitglied Gianfranco Bettini. Der Unternehmer wies die Vorwürfe zurück: "Wir wollen der Stadt ein verlassenes Gelände zurückgeben." (APA, 22.4.2014)

  • Neben dem Karneval soll ein Vergnügungspark Touristen anlocken.
    foto: reuters/manuel silvestri

    Neben dem Karneval soll ein Vergnügungspark Touristen anlocken.

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