Karriererisiko Kind?

22. April 2014, 13:58
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Superpapa, Superkarrierist: Ist das Klischee vom "Familienernährer" passé und können Männer, die voll im Berufsleben stehen, gleichzeitig Vollblut-Väter sein?

Die Väter von heute kümmern sich vermutlich mehr als jemals zuvor um ihre Kinder. Besonders engagiert sind laut Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek die Väter aber am Spielplatz und bei Sonntagsausflügen. Die Knochenarbeit wie Füttern, Pflegen, Waschen und Begleitwege erledigen wiederum die Mütter, so das Ministerium unter Verweis auf entsprechende Studien. Dort, wo es um soziale Anerkennung von außen und die Begeisterung der eigenen Kinder geht, sind die Väter also sichtbarer – auch Politiker kehren jüngst gern in der Öffentlichkeit ihre familiäre Seite heraus.

So ganz kann da etwas nicht stimmen

Vaterkarenz nehmen in Österreich nur 4,5 Prozent in Anspruch – und die meisten auch nur für die Mindestdauer von zwei Monaten. Teilzeit ist überwiegend weiblich und eben der fehlenden Infrastruktur und den Unvereinbarkeiten von dauernder beruflicher Verfügbarkeit und Bedürfnissen der Kinder geschuldet. Also liegt für Personalchefs das "Karriererisiko Kind" noch immer bei den Frauen – Väter arbeiten ja üblicherweise in Vollzeit.

Wie schätzen Sie die Lage ein

Wie vereinbaren Männer Job und Familie, und was verhindert neue Vaterrollen?

Erleichtern neue Väter ihren Frauen die Karriere?

Diskutieren Sie hier im Forum über mögliche "Karrierefallen" und erzählen Sie von Ihren eigenen Erfahrungen. (red, derStandard.at, 22.4.2014)

  • Der Vater von heute schupft Kinder und Arbeit mit links?
    foto: istock / yuri_arcurs

    Der Vater von heute schupft Kinder und Arbeit mit links?

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