Zehn Tote bei weiterem Selbstmordanschlag im Irak

21. April 2014, 13:47
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Explosion an Kontrollpunkt der Polizei

Bagdad -  Bei einem Selbstmordanschlag im Irak sind am Montag zehn Menschen ums Leben gekommen. Der Attentäter sprengte sich an einem Kontrollpunkt der Polizei südlich der Hauptstadt Bagdad mit seinem Auto in die Luft, wie aus Kreisen von Sicherheitskräften und Medizinern verlautete. 35 Menschen seien durch die Explosion verletzt worden.

Im Irak sind Armee und Polizei regelmäßig Ziel von Angriffen. Am Sonntag waren bei einer Reihe von Anschlägen insgesamt 16 Menschen getötet worden, unter ihnen zwei Polizisten und ein Soldat. In einer Universität in Bagdad riss ein Selbstmordattentäter fünf Menschen mit in den Tod.

Die Sicherheitslage im Irak ist wenige Tage vor der Parlamentswahl am 30. April äußerst angespannt. Genährt wird die Gewalt durch die Spannungen zwischen der sunnitischen Minderheit und der schiitischen Mehrheit, die auch die Regierung dominiert. Viele Sunniten werfen dem schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki vor, sie in Politik und Wirtschaft zu benachteiligen. Seit Jahresbeginn wurden bei Gewalttaten im Irak nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP mehr als 2.700 Menschen getötet. Dem gegenüber führt die Website "iraqbodycount" bereits 3.660 zivile Todesopfer an. (APA, 21.4.2014)

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