18-jährige Oststeirerin schoss auf Bruder und verfehlte

21. April 2014, 09:55
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Mädchen offenbar psychisch krank: Schrotflinte aus Waffenschrank des Onkels genommen

Gleisdorf - Eine 18-jährige hat am Ostersonntag mit einer Schrotflinte auf ihren Bruder geschossen. Die Projektile verfehlten den 20-Jährigen, weshalb er unverletzt blieb. Hansjörg Bacher von der Staatsanwaltschaft Graz bestätigte am Ostermontag einen entsprechenden Bericht des ORF Radio Steiermark. Die junge Frau wurde festgenommen.

Zu dem gefährlichen Zwischenfall war es gegen 14.00 Uhr im Bezirk Weiz gekommen - vermutlich bei einer Familienfeier anlässlich des Osterfestes. Die Hintergründe seien noch unklar, doch die Jugendliche dürfte sich die Schrotflinte aus dem Waffenschrank ihres Onkels geschnappt und in Richtung ihres Bruders geschossen haben. "Das Mädchen steht unter Verdacht, seinen Bruder vorsätzlich zu töten versucht zu haben", erklärte Bacher, denn sie habe auf seinen Kopf gezielt.

Unklarheit über Zurechnungsfähigkeit

Einen Streit soll es vor dem Schuss nicht gegeben haben. Die Tat dürfte mit der psychischen Erkrankung des Mädchens zusammenhängen. Welche Probleme sei genau habe, sei ebenfalls noch unklar. Ein psychiatrischer Sachverständige soll sich noch am Montag oder Dienstag die Jugendliche genauer ansehen, um sowohl Gefährlichkeit als auch Zurechnungsfähigkeit festzustellen. Danach werde entschieden, ob die 18-Jährige in Untersuchungshaft bleibt oder gegebenenfalls in der Landesnervenklinik Sigmund Freud in "vorläufige Anhaltung" genommen wird.

Die Vernehmungen der Angehörigen hatten noch Sonntagabend seitens des Landeskriminalamts Steiermark begonnen und sollen am Montag fortgesetzt werden, sagte der Staatsanwalt. (APA, 21.4.2014)

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