23 Tote bei Militäroffensive im Irak

20. April 2014, 14:30
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Armee brachte umkämpftes Gebiet wieder unter Kontrolle - 10 Tote bei Angriff in Bagdad

Ramadi - Bei einer Offensive der irakischen Armee gegen islamistische Rebellen in der Stadt Ramadi sind am Samstag 23 Menschen getötet worden, darunter zwei Soldaten. Die Operation in der Früh habe der Armee erlaubt, das Gebiet Al-Hamira südlich von Ramadi wieder unter ihre Kontrolle zu bringen, wie Vertreter von Armee und Polizei mitteilten.

Bei den Kämpfen seien 21 Rebellen und zwei Soldaten getötet worden. Teile von Ramadi sowie die Stadt Falluja werden seit Ende Dezember von sunnitischen Aufständischen gehalten.

Die Rebellen hatten die beiden Städte in der Provinz Al-Anbar übernommen, nachdem die Regierung ein Protestlager der sunnitischen Opposition am Rande von Ramadi gewaltsam geräumt hatte. Auch vier Monate später ist es der Armee nicht gelungen, die beiden Städte wieder vollständig unter ihre Kontrolle zu bringen. Es ist das erste Mal seit Jahren, dass Aufständische die Städte übernommen haben, die bereits nach der US-Invasion im Frühjahr 2003 eine Hochburg sunnitischer Rebellen und ein Hauptschauplatz der Kämpfe mit der US-Armee waren.

Mehrere Tote bei Anschlägen

Unterdessen wurden in Mishahada nördlich der Hauptstadt Bagdad bei einem Selbstmordanschlag auf einen Armeestützpunkt mindestens vier Soldaten getötet. Bei einem Angriff in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind nach Polizeiangaben mindestens zehn Menschen getötet worden. Milizionäre stürmten demnach die Al-Imam al-Kadhim-Universität im östlichen Schiitenviertel Ur. Einer von ihnen sprengte sich am Eingang in die Luft und riss einen Wachmann und vier weitere Menschen mit in den Tod.

Die Anschläge ereigneten sich zehn Tage vor der Parlamentswahl am 30. April. Die Wahl soll einen Ausweg aus der politischen Krise weisen, die das Land seit Jahren lähmt. Grund sind ein erbitterter Streit zwischen der schiitisch dominierten Regierung von Nuri al-Maliki und der sunnitischen Opposition, die ihm autoritäre Tendenzen und Diskriminierung vorwirft. (APA, 20.4.2014)

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