Tödliche Schüsse in Belgien: Berufliches Umfeld wird durchleuchtet

20. April 2014, 16:39
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Erschossener hatte Führungsposition in Bank und musste Angestellte entlassen

Lüttich - Zwei Tage nach den tödlichen Schüssen auf drei Menschen in Ostbelgien ermittelt die Polizei im beruflichen Umfeld eines Opfers. Die Ermittler vermuteten einen Zusammenhang mit dem Job des getöteten Mannes, eines Bankangestellten, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga am Sonntag unter Berufung auf eine Quelle im Justizapparat.

Ein 37-Jähriger, seine gleichaltrige Frau und ein neun Jahre alter Neffe der Frau waren am späten Freitagabend in Vise nahe Lüttich niedergeschossen worden. Der Mann und der Bub starben noch am Tatort, die Frau einen Tag später im Krankenhaus.

Kein Verdächtiger verhaftet

Der Mann hatte eine Führungsposition in der Bank und musste nach einer Restrukturierung Angestellte entlassen, wie Belga weiter berichtete. Ein abgewiesener Kunde soll zudem in Anwesenheit von Zeugen Drohungen ausgestoßen haben. Auch die Frau arbeitete demnach bei der Bank.

Die Fahnder gehen Belga zufolge inzwischen von einem einzelnen Täter aus, der sich seinen Opfern zu Fuß näherte und aus nur drei bis vier Metern Entfernung schoss. Bisher sei noch kein Verdächtiger vernommen worden.

Es könne ein Zufall sein, dass bei dem Angriff auch der Bub erschossen wurde, hieß es weiter. Er sei Neffe und Patenkind der Frau. Das Paar sei zuvor mit den Eltern des Buben essen gewesen, der Bub habe bei seiner Patentante übernachten wollen. (APA, 20.4.2014)

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