Ein Todesopfer bei Wohnungsbrand in Wien

19. April 2014, 11:09
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Feuer brach im Dachgeschoß eines Hauses im fünften Bezirk aus

Wien - Eine Frau ist am Samstagvormittag nach einem Wohnungsbrand in Wien-Margareten tot aufgefunden worden. Laut Polizeisprecher Roman Hahslinger war die 67-Jährige vermutlich in ihrer Wohnung in einem Gemeindebau am Margaretengürtel mit einer brennenden Zigarette eingeschlafen. Das Feuer, ein Glimmbrand, war offenbar schon in der Nacht ausgebrochen, aber erst am Vormittag durch Nachbarn bemerkt worden.

Sie hatten den Brandgeruch wahrgenommen und die Blaulichtorganisationen verständigt. Die Einsatzkräfte wurden um 10.03 Uhr alarmiert und fuhren zum Metzleinstaler Hof, ein Gemeindebau am Margaretengürtel 90 bis 98. Das Feuer war im Dachgeschoß der Stiege 3 ausgebrochen. Wegen Sauerstoffmangels in der Wohnung kam es aber nicht zur Durchzündung. Die Berufsrettung war laut ihrem Sprecher Ronald Packert mit dem Katastrophenzug im Einsatz, musste aber keine Anrainer versorgen.

Tabakwaren

Das Opfer dürfte noch versucht haben zu flüchten, aber im Vorraum der Wohnung zusammengebrochen sein. Vermutlich starb die Frau an einer Rauchgasvergiftung. Die Bettdecke war verbrannt. Die Feuerwehr fand in der Wohnung zahlreiche verstreut herumliegende Tabakwaren.

Laut Christian Feiler, Sprecher der Wiener Berufsfeuerwehr, dürfte ein Nachbar versucht haben, die Tür zu öffnen, bevor die Feuerwehr verständigt wurde. Wäre dies gelungen, hätte es vermutlich eine Katastrophe von weit größerem Ausmaß gegeben. Durch die Sauerstoffzufuhr hätte das Feuer durchgezündet, ein weit größerer Brand und möglicherweise mehr Opfer wären die Folge gewesen. Feiler appellierte in diesem Zusammenhang, die Einsatzkräfte gleich zu rufen und nichts auf eigene Faust zu unternehmen.

Erst am vergangenen Mittwoch war bei einem Brand in einem Haus am Hohen Markt in der Innenstadt eine junge Frau von einer umstürzenden Wand erschlagen worden. Das Feuer war gelegt worden. Ein Verdächtiger befindet sich in U-Haft, liegt aber im Krankenhaus. Er bestritt in einer ersten kurzen Einvernahme jeden Zusammenhang mit dem Brand. Er soll in der kommenden Woche noch einmal eingehender befragt werden. (APA, 19.4.2014)

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