Gegen ein Verharren in der Zweitklassigkeit

18. April 2014, 17:02
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Österreichs Eishockeyteam will bei der B-WM in Südkorea neuerlich den Aufstieg schaffen

Goyang - Rauf, runter, rauf, runter - Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft ist diesen Rhythmus seit 2005 gewohnt, pendelt seither zwischen A- und B-WM. Heuer ist wieder Letztere angesagt. Ein Verharren in der Zweitklassigkeit droht. Die Voraussetzungen für eine neuerliche Fahrt nach oben sind nicht überragend.

Nach den Olympischen Spielen samt der unrühmlichen Eskapaden haben viele Routiniers ihre Teamkarriere beendet. Nur acht Spieler aus dem 25-Mann-Kader für die am Sonntag beginnende B-WM (WM der Division IA) in Goyang, Südkorea, waren auch in Sotschi dabei. 13 geben ihr WM-Debüt. Teamchef Manny Viveiros hofft, dass seine junge Mannschaft (24,7 Jahre Altersschnitt), dennoch einen der zwei Aufstiegsplätze für die WM 2015 in Tschechien ergattert. NHL-Profis stehen ihm diesmal nicht zur Verfügung. Thomas Vanek und Michael Raffl sind in den Playoffs vertreten, Michael Grabner ist verletzt.

Slowenien, Ungarn, Japan, Südkorea und zum Auftakt die Ukraine (Sonntag, 5.30, ORF Sport+) sind die Gegner das ÖEHV-Teams. "Das erste Spiel kann bereits richtungsweisend sein", sagt Viveiros. Die Ausgangslage gegen den Aufsteiger ist offen. Eine Niederlage würde Österreichs Chancen auf einen Aufstieg gehörig reduzieren. 2012 hatte Viveiros mit einem 5:4 gegen die Ukraine bei der B-WM in Ljubljana seinen WM-Einstand als Cheftrainer gegeben.

Von 1999 bis 2007 waren die Ukrainer durchgängig in der A-Gruppe vertreten. Von den politischen Wirren in der Heimat wurden sie kaum beeinflusst.

Im ÖEHV-Team ruhen die Hoffnungen im Angriff vor allem auf Brian Lebler. Der 25-jährige Austrokanadier erzielte zuletzt in den Vorbereitungsspielen gegen Slowenien (2:3 nach Verlängerung) und Ungarn (5:4 nach Penaltyschießen) vier Treffer. Die Slowenen sind Favoriten in Südkorea und Österreichs abschließender Gegner am Samstag.

"Wir haben viel Vertrauen in die Spieler und haben eine gute Chance in diesem Turnier. Aber ich kann nicht sagen, dass wir nächstes Jahr in der A-Gruppe spielen werden", sagte Viveiros. Auch seine persönliche Zukunft steht in den Sternen. Der Vertrag des 48-Jährigen läuft nach dem Turnier aus. "Wir schauen uns das ganzheitlich nach der WM an", sagt ÖEHV-Sportdirektor Alpo Suhonen. (rie, APA, DER STANDARD, 19.4.2014)

  • Das Ziel für Thomas Koch und Co. ist die Erstklassigkeit.
    foto: apa/ fohringer

    Das Ziel für Thomas Koch und Co. ist die Erstklassigkeit.

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