Datenschutzbeauftragter ermittelt gegen Zalando

18. April 2014, 15:09
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Nach Bericht auf RTL ermittelt zudem die Staatsanwaltschaft gegen Reporterin Caro Lobig

Erfurt - Nach dem RTL-Bericht über die Arbeitsbedingungen im Zalando-Logistikzentrum in Erfurt ermittelt nun auch der Thüringer Datenschutzbeauftragte Lutz Hasse. Dieser sagte der "Thüringischen Landeszeitung", er wolle herausfinden, wer bei dem Unternehmen auf welche Daten Zugriff habe und wofür diese Informationen genutzt würden.

Bereits in dem Bericht der Journalistin Caro Lobig kam ein Arbeitsrechtler zu Wort, der Datenschutz-Bedenken formulierte. Hintergrund ist der Umgang mit den Daten aus den Produkt-Scannern. Die sogenannten Picker sammeln die Artikel für Bestellungen zusammen und scannen sie mit ihren Geräten. Aus den Daten dieser Geräte für die Warenüberwachung leiteten die Vorgesetzten laut Bericht die Schnelligkeit und Produktivität der Picker ab und ermittelten auch ihre Standzeiten. Hasse will nun ermitteln, ob es sich dabei um eine Verletzung des Datenschutzrechtes handelt.

Die Erfurter Staatsanwaltschaft nahm nach einer entsprechenden Anzeige von Zalando bereits Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verrat von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen gegen Caro Lobig auf. (red, derStandard.at, 18.4.2014)

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