Rapid will Grödig nicht mehr sehen

18. April 2014, 15:03
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Hütteldorfer könnten den Aufsteiger mit einem Sieg weiter distanzieren und im Europacup-Rennen in Bedrägnis bringen

Der SK Rapid peilt die erfolgreiche Qualifikation für das internationale Geschäft an. Mit einem Auswärtserfolg bei Konkurrent SV Grödig am Ostersonntag (16.30 Uhr/live ORF eins) wäre der Tabellenzweite vom Aufsteiger nur noch theoretisch einzuholen. Vier Runden vor Saisonende liegt Rapid sechs Zähler vor dem Vierten, das Torverhältnis spricht klar zugunsten der Wiener.

Grödig will natürlich tunlichst vermeiden, den Konkurrenten ziehen zu lassen. Gewinnt die aktuell drei Zähler vor den Salzburgern liegende Austria tags zuvor ihr Heimspiel gegen den WAC, wäre der im Herbst sensationell spielende Liga-Neuling zusätzlich gefordert. "Wir können nicht viel taktieren. Wenn wir Dritter werden wollen, müssen wir gewinnen", meinte Grödigs Trainer Adi Hütter.

Oberste Priorität

Die Grünweißen zeigten sich vom Erfolgszwang zuletzt einigermaßen gestärkt. Seit sieben Runden sind die Hütteldorfer ungeschlagen, fünf Siege bei einem Torverhältnis von 11:1 gab es in dieser Zeitspanne zu bejubeln. Zuletzt blieb man sechs Partien ohne Gegentor, Torhüter Jan Novota hält mit aktuell 612 Minuten ohne Gegentreffer einen neuen Clubrekord in der Bundesliga-Historie.

In Grödig gab es im Herbst ein schmeichelhaftes 2:2 für die Wiener, nachdem Grödig bereits 2:0 voran lag. Insgesamt hat Rapid gegen Grödig in dieser Saison noch nicht gewonnen. Im Frühjahr holten die Salzburger im Hanappi-Stadion ein 0:0, nachdem sie im Herbst dort 1:0 gewonnen hatten.

Personell schöpft Rapid aus dem Vollen, alle Spieler sind fit. Auch die zuletzt angeschlagenen Steffen Hofmann und Christopher Dibon sitzen Samstag im Bus Richtung Grödig.

Durchwachsen

Etwas entspannter präsentiert sich auch die Personallage der Grödiger. Nachdem beim 2:1 in Wolfsberg zuletzt sogar Torhütertrainer Michael Schwaiger auf der Bank Platz nahm, kehren Peter Tschernegg und Marco Perchtold nach Sperren wieder zurück. Der lange verletzte Sascha Boller steht ebenso wieder im Mannschaftstraining wie Taxiarchis Fountas. Fehlen wird hingegen Stefan Nutz, der am Sonntag nach seinem Kahnbeinbruch an der Hand operiert wurde.

Für Grödig geht es nach einem auch für Hütter "durchwachsenen Frühjahr" weiter darum, sich so lange wie möglich im Rennen zu halten. Nach dem Rapid-Spiel wartet auswärts Wiener Neustadt, ehe es in der vorletzten Runde wieder zu Hause gegen die Austria geht. Dann soll es gegen die Violetten ein kleines Finale um den zweiten Europa-League-Startplatz werden. (APA, 18.04.2014)

SV Scholz Grödig - SK Rapid Wien (Sonntag, 16.30 Uhr/live ORF eins, Grödig, Untersbergarena, SR Schüttengruber). Bisherige Saisonergebnisse: 1:0 (a), 2:2 (h), 0:0 (a).

Grödig: Fend - Potzmann, Karner, Cabrera, Martschinko - M. Leitgeb, Tschernegg - Huspek, Tomi, Elsneg - Trdina

Ersatz: Adilovic - Maak, Hayden, Perchtold, Boller, Fountas, Sigurdsson
Es fehlen: Nutz (nach Hand-OP), C. Stankovic, Hart, Strobl, Schubert, Handle (alle verletzt)

Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Dibon, Schrammel - Petsos, Behrendt - Schaub, S. Hofmann, Sabitzer - Burgstaller

Ersatz: Radlinger - Schimpelsberger, M. Hofmann, Boskovic, Wydra, Grozurek, Boyd, Alar

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    foto: apa/punz

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