Friedhofsprojekt gegen Bienensterben

18. April 2014, 12:55
32 Postings

Unbekannte vergifteten Stöcke am Wiener Südwestfriedhof - Neuer Standort bleibt geheim

Wien - Bienensterben auch auf dem Wiener Südwestfriedhof - aber dieser Verlust hat nichts mit Pestizideinsatz in der Landwirtschaft, Schädlingen oder Krankheit zu tun: Unbekannte haben mehrere Stöcke vergiftet.

Die Bienenvölker hatten erst vor wenigen Wochen von der Friedhofsverwaltung eine neue Heimat bekommen: auf dem Zentralfriedhof und auf der zweitgrößten Wiener Ruhestätte, eben dem Südwestfriedhof. Letzterer Standort beherbergte insgesamt sechs Stöcke, berichtete der Wiener Stadtimker Felix Munk im Gespräch mit der Austria Presse Agentur.

Doch diese Naturinitiative fand ein jähes Ende: Unbekannte sprühten Gift in die Stöcke, auch ein Flugloch wurde verschlossen. Die Folge waren teils massive Schäden: Munk schätzt, dass mehr als 140.000 Bienen zugrunde gegangen sind. Über die Motive kann auch er nur rätseln: "Vielleicht waren es Insektenphobiker." Zufälligen Vandalismus schließt Munk eher aus, da die Angriffe an unterschiedlichen Tagen erfolgten.

Das Bienenprojekt Südwestfriedhof soll trotzdem weitergeführt werden. Und zwar an einem anderen Standort, der nun öffentlich möglichst schwer zugänglich ist. Wo die Bienenstöcke nun stehen - bleibt ein Geheimnis. (APA, frei, derStandard.at, 18.4.2014)

  • Hochsaison für Bienen im Frühling. Jene am Wiener Südwestfriedhof bekamen nach einem Vandalenakt eine neue Bleibe.
    foto: reuters / srdjan zivulovic

    Hochsaison für Bienen im Frühling. Jene am Wiener Südwestfriedhof bekamen nach einem Vandalenakt eine neue Bleibe.

Share if you care.