Tödliche Vergewaltigung in Gmunden: Verdächtiger bleibt in U-Haft

18. April 2014, 12:36
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Sachverständiger schließt eigenverschuldeten Sturz aus - Entscheidung über Anklage bis Ende kommender Woche

Wels/Gmunden - Nach einer mutmaßlichen tödlichen Vergewaltigung einer 51-jährige Frau vergangenen Sommer in Gmunden hat das Gericht die Untersuchungshaft für einen 38-jährigen Bekannten des Opfers am Freitag verlängert. Es bestehe weiterhin der dringende Tatverdacht bezüglich Mord und Vergewaltigung, gab die Staatsanwaltschaft Wels auf Anfrage bekannt.

Am Donnerstag ist ein drittes Gutachten eines Sachverständigen zu den tödlichen Verletzungen der Frau eingelangt. Über den Inhalt sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wels, Christian Hubmer, dass der Gutachter ein Eigenverschulden beim Sturz des Opfers ausschließe. Die Expertise soll zur endgültigen Entscheidung über eine eventuelle Anklage der Staatsanwaltschaft in diesem Fall beitragen. Die Enderledigung sei bis Ende kommender Woche zu erwarten, sagte Hubmer.

Tod im Krankenhaus

Der brutale Übergriff hatte sich in der Nacht auf 7. Juli des vergangenen Jahres ereignet. Die Frau war nach der Rückkehr von einer Feier offenbar vergewaltigt und lebensgefährlich verletzt worden. Erst nach zwei Tagen wurde sie gefunden und in die Landesnervenklinik Wagner-Jauregg eingeliefert, wo sie schließlich starb. Wenige Tage nach der Bluttat wurde ein 38-jähriger Bekannter des Opfers festgenommen, er sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Ende vergangenen Jahres wurde bekannt, dass ein Gutachten den Verdächtigen schwer belastet. Eine weitere Expertise hielt auch einen Sturz als Todesursache für möglich. (APA, 18.4.2014)

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