Algorithmus macht Captchas unwirksam

18. April 2014, 11:33
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Google entwickelt unabsichtlich Programm, das Captchas besser lösen kann als Menschen

Sie nerven Nutzer, sind aber ein wichtiger Schutz vor Spam: Captchas werden mittlerweile auf vielen Websites verwendet. Der Name ist ein Akronym und steht für "Completely Automated Public Turing Test to tell Computers and Humans Apart“. Er soll herausfinden, ob hinter dem Dateneingebenden ein echter Mensch oder ein Computerprogramm steht.

Ursprünglich für Street View

Captchas galten bislang als relativ sichere Methode, nun hat ein von Google programmierter Algorithmus allerdings bei einer Stichprobe 97.84 Prozent aller Rätsel richtig gelöst. Damit schnitt er besser als die menschlichen Teilnehmer des Experiments ab. Ursprünglich wurde das Programm allerdings entwickelt, um Straßenschilder und andere Tafeln bei Googles Street View-Projekt entziffern zu können.

Audio-Captchas?

Eine unabsichtliche Konsequenz also, die Folgen für das Internet haben dürfte: Wird der Code von Cyberkriminellen umprogrammiert und auf Captcha-geschützte Seiten losgelassen, werden diese überflüssig. Laut Spiegel Online könnten Website-Betreiber daher künftig auf Audio-Captchas umschwenken, um sich vor Spam zu schützen. (fsc, derStandard.at, 18.4.2014)

  • Das Forscherteam versuchte eigentlich, maschinengestützt Straßenschilder zu entziffern
    foto: screenshot/google

    Das Forscherteam versuchte eigentlich, maschinengestützt Straßenschilder zu entziffern

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