Weiter kein Durchbruch bei Vermittlungsgesprächen in Nahost

18. April 2014, 06:50
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Angespannte Atmosphäre nach Anschlag im Westjordanland

Ramallah/Jerusalem - Ein weiteres Vermittlungstreffen zwischen Israel und Palästina hat keinen sichtbaren Durchbruch ergeben. Der israelische Rundfunk meldete am Freitag, Repräsentanten beider Seiten hätten sich am Vortag erneut mit dem US-Gesandten Martin Indyk getroffen. Das fünfstündige Gespräch sei angesichts des jüngsten Anschlags im Westjordanland in angespannter Atmosphäre verlaufen.

Polizeioffizier getötet

Ein mutmaßlich palästinensischer Angreifer hatte am Montag bei Hebron kurz vor Beginn des jüdischen Pessach-Fests das Feuer auf vorbeifahrende Autos eröffnet. Dabei wurde ein israelischer Polizeioffizier getötet. Seine Frau und ein Kind in einem anderen Fahrzeug wurden verletzt.

Die Nahost-Gespräche standen zuletzt vor dem Scheitern. Israel hatte nicht wie vereinbart 26 palästinensische Häftlinge freigelassen. Die Palästinenser verstießen daraufhin ebenfalls gegen eine Vereinbarung und traten 15 internationalen Konventionen bei. Die Frist für die im Juli vergangenen Jahres wiederaufgenommenen Verhandlungen endet am 29. April. Die USA bemühen sich um eine Verlängerung. Nach Angaben des Rundfunks wollte Vermittler Indyk sich am Freitag erneut getrennt mit den Repräsentanten beider Seiten treffen. (APA, 18.4.2014)

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