UNO-Sicherheitsrat besorgt über Lage von Zivilisten in Homs

18. April 2014, 05:55
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Sofortigen Zugang für humanitäre Hilfe gefordert

Damaskus - Der UNO-Sicherheitsrat hat sich besorgt über die Lage der eingeschlossenen Zivilisten in der belagerten syrischen Stadt Homs gezeigt. Der Rat verlange die sofortige Anwendung der UNO-Resolution vom Februar, die einen verbesserten Zugang für humanitäre Hilfe fordert, sagte die amtierende Sicherheitsrats-Präsidentin Joy Ogwu am Donnerstagabend (Ortszeit) in New York.

"Wirklich in Lebensgefahr"

Die in der Altstadt von Homs und dem Viertel Al-Waer eingeschlossenen Bewohner seien "wirklich in Lebensgefahr", sagte der britische UNO-Botschafter Mark Lyall Grant nach einer Sitzung des Sicherheitsrats. Der Rat habe sich jedoch nicht auf eine formelle Erklärung einigen können, in der die syrische Regierung zum Ende der Belagerung der Stadt aufgefordert werden sollte. Laut dem französischen UNO-Botschafter Gerard Araud scheiterte die Einigung erneut am Widerstand Russlands.

Homs galt während des seit drei Jahren andauernden Bürgerkriegs lange als Hochburg der Rebellen. In heftigen Gefechten brachten die Regierungstruppen die Stadt allerdings in den vergangenen Monaten weitgehend unter ihre Kontrolle. Die Altstadt wird jedoch weiterhin von Rebellen gehalten. (APA, 18.4. 2014)

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